An der vielbefahrenen Kreuzung Berken (Pfeifenofen/Grabenstraße) gehören Rückstaus zum Alltag. Ein Kreisverkehr soll den Verkehrsfluss verbessern. © Markus Gehring
Kreisverkehrspläne

Kreuzung Berken: Autofahrer müssen vorerst weiter mit Rückstaus leben

Fünf Stunden pro Jahr steht ein Berufspendler an der Kreuzung Berken im Rückstau. Ein Kreisverkehr soll Besserung bringen. Aber auch 2022 werden Pendler noch Geduld aufbringen müssen.

Der Knotenpunkt Pfeifenofen/Grabenstraße ist Stadtlohns meist befahrene Kreuzung – Rückstaus inklusive. Schon im November 2019 haben sich Stadtlohns Politker daher einmütig dafür ausgesprochen, die Problemkreuzung in einen Kreisverkehr umzuwandeln.

Vor einem halben Jahr hat eine Machbarkeitsstudie gezeigt, dass ein Kreisel tatsächlich den Verkehrsfluss verbessern würde. Auf eine Umgestaltung der Kreuzung werden die Stadtlohner aber noch einige Zeit warten müssen. Im Haushalt 2022 sind noch keine Mittel dafür veranschlagt.

Gutachter: Kreisverkehr verbessert Verkehrsfluss

Der Verkehrsgutachter hatte in seiner im Frühjahr 2021 vorgestellten Studie Folgendes errechnet Ein Verkehrsteilnehmer, der die Kreuzung täglich auf dem Weg zur Arbeit passiert, kommt auf jährlich bis zu fünf Stunden Wartezeit an dieser Kreuzung. Das wird sich im Jahr 2022 nicht ändern, erklärte die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsförderungs-, Infrastruktur- und Stadtentwicklungsausschusses.

Ein wesentlicher Grund seien die noch notwendigen Grundstücksverhandlungen, erklärte der Erste Beigeordnete Günter Wewers am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Gebäude mit dem griechische Restaurant und das Objekt Pfeifenofen 7 habe die Stadt bereits erwerben können.

Knotenpunkt für Buslinien braucht zusätzlichen Platz

„Aber es gibt ja verschiedene mögliche Varianten für den Bau des Kreisverkehrs“, erklärte Günter Wewers. „Wenn zusätzlich zum Kreisverkehr auch ein Knotenpunkt der Buslinien R76 und R61 geschaffen werden soll, brauchen wir noch mehr Platz, und das macht weitere Verhandlungen mit Grundstückseigentümern erforderlich.“

Ohnehin sei die Stadt Stadtlohn nicht alleinige Herrin des Verfahrens. „An dem Knotenpunkt kreuzen sich ja zwei Landstraßen. Darum sind wir mit Straßen.NRW als Straßenbaulastträger im Gespräch.“

„Projekt hat bei Straßen.NRW noch nicht die höchste Priorität“

Aus diesen Gesprächen ergeben sich laut Günter Wewers eine gute und weniger gute Einschätzung. Die gute: „Straßen.NRW sieht, dass diese Kreuzung ein Nadelöhr ist und das da grundsätzlich etwas passieren muss“, so Wewers. Die für Stadtlohner weniger gute Einschätzung umschreibt Günter Wewers so: „Das Projekt scheint bei Straßen.NRW noch nicht die oberste Priorität zu haben.“

Aus diesem Grund wolle die Stadt nun erst die Grundstücksverhandlungen „unter Dach und Fach bringen“. Wewers: „Das fördert auch die Bereitschaft von Straßen.NRW, das Projekt umzusetzen.“ Könnte es 2023 etwas mit dem Kreisverkehr werden? Der Erste Beigeordnete will sich noch nicht festlegen: „Dazu kann ich keine Prognose abgeben.“

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Redaktion Ahaus
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