Die Anwohner der Eschstraße beschweren sich über nächtliche Ruhestörung. Grund dafür soll die Bank auf der Straße sein. Dort würden sich nachts Menschen lautstark aufhalten. © Markus Gehring

Lärmbelästigung: Anwohner beantragen ersatzlose Entfernung einer Sitzbank

In der Hauptausschusssitzung waren sich die Politiker einig: Durch ein ersatzloses Entfernen der Sitzbank in der Eschstraße, wird nicht gleichzeitig der Lärm entfernt. Mehr Kontrolle ist geplant.

Die Sitzbank auf der Eschstraße sorgt für verärgerte Anwohner. Diese beklagten sich in den letzten Monaten über Personen, die sich nachts lautstark auf der Sitzgelegenheit aufhalten. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses wurde die Beantragung auf eine ersatzlose Entfernung der Bank besprochen.

Zwei Anregungen nach Paragraf 24 Gemeindeordnung gingen bereits im März und April bei der Stadt ein. Darin schilderten die Anwohner Lärmbelästigungen sowohl tagsüber als auch nachts. Außerdem nehme der Betreiber des Lebensmittelladens in unmittelbarer Nähe um zwei Uhr nachts die Anlieferungen vor. Um acht Uhr morgens würden sich dann Kleingruppen auf der Sitzgelegenheit treffen, um gemeinsam zu essen und Alkohol zu konsumieren. Somit sei es gerade zu Sommerzeit unmöglich, mit offenem Fenster zu schlafen.

Hinterlassenschaften wie Pommes-Schalen seien nichts ungewöhnliches auf der Sitzbank der Eschstraße.
Hinterlassenschaften wie Pommes-Schalen seien nichts ungewöhnliches auf der Sitzbank der Eschstraße. © Markus Gehring © Markus Gehring

Bank sollte eigentlich für attraktive Innenstadt sorgen

„Ich bin selbst da gewesen und habe mich mit den jungen Menschen und Anwohnern unterhalten“, erzählte der Bürgermeister Berthold Dittmann. Er berichtete zudem, die aufsuchende Jugendarbeit habe sich dem Thema angenommen. Dagegen warf Andrea Wiggering-Cirkel ein, es handle sich nicht überwiegend um Jugendliche. Deswegen reiche es nicht aus, nur die Jugendarbeit einzuschalten.

Richard Henrichs (Grüne) verwies darauf, dass die Sitzbank Teil des integrierten Handlungskonzepts zur Gestaltung der Innenstadt sei. „Die Polizei soll die Bank weiter beobachten und auch das Ordnungsamt sollte hier Präsenz zeigen“, so Richard Heinrichs. Schließlich sei der Aufenthalt auf einer Sitzbank erwünscht. Die Innenstadt soll dadurch belebt werden.

Mehr Kontrolle auf der Eschstraße gefordert

Damit verbundene Geräusche sind tagsüber in einer Innenstadt nicht außergewöhnlich. Die Lärmbelästigung zur Nachtzeit muss aber nicht hingenommen werden. Seitens der FDP-Fraktion sagte Angelika Kessels (FDP): „Wenn die Bank weg ist, ist nicht gleich das Problem weg.“ Sie erhielt Zustimmung von SPD und Grünen.

Außerdem ändere es nichts an den Anlieferungszeiten des Lebensmittelgeschäftes, so Wiggering-Cirkel (FDP). Am Ende beschloss der Ausschuss einstimmig, dass die Verwaltung versuchen solle, im Rahmen der Möglichkeiten zu kontrollieren. Die Anwohner sollen darauf hingewiesen werden, im Fall einer Lärmbelästigung die Polizei zu rufen.

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