Leidenschaft und Entrücktheit berühren Zuhörer

Nordwestdeutsche Philharmonie spielte

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Stadtlohn Hochklassige Kunst in einem sakralen Raum boten die Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie am Sonntag mit einem Kammerkonzert in der St. Joseph-Kirche. Pastoralreferent Rudolf Kleyboldt begrüßte die vielen Konzertgäste und meinte, dass die Übergänge von geistlicher zu weltlicher Musik oft fließend seien und so eine Brücke bedeuten könnten zwischen «Himmel und Erde». Die Philharmoniker begannen mit dem «Poème» op. 25 des Komponisten Ernest Chausson aus der Klangwelt des 19. Jahrhunderts. Leise Melancholie charakterisiert Chaussons «Poème». Seine Tonsprache klingt intellektuell, deren in Noten gesetzte Leidenschaft und Entrücktheit die Kammermusiker zur Freude der Zuhörer prachtvoll interpretierten. Am Flügel musizierte der Konzertpianist Thomas Walczak. Der Violinist Pawel Rachocki agierte als Solo-Geiger. Virtuos und gefühlvoll ließ er den Bogen über die Saiten gleiten und hell und rein die Geige tönen. An den übrigen Violinen, der Viola und dem Violincello glänzten mit excellentem Spiel Instrumentalisten, deren präzise Einsätze, mal piano, mal forte, Bewunderung verdienten. Ein Ausnahmewerk des Komponisten Johannes Brahms ist das «Trio» Es-Dur op. 40. Schwermut und Trauer sind die Grundstimmungen dieses Werkes, wobei neben dem Pianisten am Flügel und dem Solisten an der Violine der ausdrucksintensive Klang des Waldhorns, kraftvoll gespielt von Roland Jacobs, dominierte. Die Einzigartigkeit dieser Komposition berührte das Publikum, so dass großer Beifall aufbrandete.

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