Leo Brecklinghaus bringt seine Firma per Werksverkauf nach Stadtlohn

hzPop-Up-Laden

1987 kam Leo Brecklinghaus nach Stadtlohn, war 13 Jahre technischer Leiter des Hülsta-Werks in Ottenstein. Dann zog es ihn beruflich ins Mindener Land, und nun kehrt er mit Badmöbeln zurück.

Stadtlohn

, 31.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich kann nichts anderes“, sagt Leo Brecklinghaus und schmunzelt. Der Diplom-Ingenieur Holztechnik ist seit je her in der Holz- und Möbelbranche beruflich unterwegs. 13 Jahre lang war er, nachdem er 1987 nach Stadtlohn gekommen war, technischer Leiter des Hülsta-Werks in Ottenstein. Er wechselte dann zu einem Möbelhersteller im Kreis Minden – und mit dem möchte er jetzt auch beruflich Fuß fassen in seiner Heimatstadt Stadtlohn.

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Denn der 61-Jährige ist der Töpferstadt treu geblieben, nachdem er den neuen Job in Stemwede angenommen hatte. Er pendelt zweimal die Woche zwischen Wohn- und Berufsort. Auch, nachdem er 2013 als einer von drei Gesellschaftern das Unternehmen Jaka-BKL übernahm und es fortan als geschäftsführender Gesellschafter leitete. „Wir haben 180 Mitarbeiter“, erzählt Leo Brecklinghaus.

Stadtlohner bringt seine Firma per Werksverkauf in seine Heimatstadt

Hergestellt werden in Stemwede-Wehdem hochwertige Bad- und Küchenmöbel.

Und die hat Leo Brecklinghaus nun auch in seiner Heimatstadt und Umgebung auf den Markt gebracht: Am Kalterweg 7 hat er eine Art Pop-Up-Werksverkauf eingerichtet: Am 31. Juli war der erste Verkaufstag, weitere folgen am 28. August und am 18. September. „Der Werksverkauf am Stammwerk hat auch nur einmal im Monat geöffnet“, erklärt der 61-Jährige.

Er hat das Westmünsterland ganz bewusst ausgewählt für die Werksverkauf-Zweigstelle: „Hier haben oder bauen viele ein Eigenheim.“ Und Eigenheime werden eher als gemietete Wohnungen, die in Ballungsgebieten häufiger sind, mit hochwertigen Möbeln ausgestattet, meint der Stadtlohner.

Also Stadtlohn als Standort. Ganz früher war in der Halle am Kalterweg Opel Wilkes, bis März war dort ein Werksverkauf für Trimm- und Sportgeräte.

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Eher zufällig kam Leo Brecklinghaus auf den Standort und freute sich zu hören, dass dort im März der Umzug anstand. „Wir wollten ja eigentlich auch im März öffnen, dann kam Corona dazwischen“, blickt Leo Brecklinghaus zurück.

Nun wurde es Juli und er wagte am vergangenen Freitag den Start: In der rund 600 Quadratmeter großen Halle wurden die Möbel aufgebaut, die die Kunden direkt mitnehmen können. Zusammengebaut.

Erst einmal drei Verkaufstermine als Pop-Up-Werksverkauf

Es handelt sich um Ausstellungsstücke und 1B-Ware. „Das sind Möbel, die wir zum Fotografieren genutzt haben, Ausstellungsmöbel und Online-Retouren“, erläutert Leo Brecklinghaus.

Bei Letzteren werde der Preis je nach Zustand festgelegt, aber im Großen und Ganzen verkaufe das Unternehmen im Werksverkauf seine Badmöbel zum halben Preis. Nun schauen Leo Brecklinghaus und Sonja Schumacher, die kaufmännische Leiterin, wie es in Stadtlohn läuft. Vorstellbar wäre, den Werksverkauf weiterhin einmal pro Monat anzubieten.

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