Millionen-Zusage aus Berlin für Stadtlohner Läufer, Fußballer und Schwimmer

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Gute Nachrichten aus Berlin: Der Bund gibt über eine Million Euro für das Losbergbad, für eine Tartanbahn und die Sanierung des Rasenplatzes im Losbergstadion. Die Stadt muss noch mehr zahlen.

Stadtlohn

, 09.09.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Jahren 2018 und 2019 warteten die Stadtlohner noch vergebens. Aber jetzt kommt er, der Geldsegen aus Berlin: Am Mittwoch hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Förderung der Sanierung von Sportanlagen im Stadtlohner Losbergpark mit 1,24 Millionen Euro beschlossen.

Damit trägt der Bund fast 50 Prozent der geschätzten Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro. Das Geld soll bis 2024 in folgende Projekte fließen:

  • Das Freibad soll ein neues Nichtschwimmerbecken erhalten. Das alte Nichtschwimmerbecken, das aus technischen Gründen nicht mehr weiterbetrieben werden konnte, ist im Zuge der Erneuerung des Hauptschwimmbeckens mit Sand verfüllt worden.
  • Die Glasfront des Hallenbades, das Dach und der Eingangsbereich des Bades sollen erneuert werden.
  • Die marode Aschebahn im Losbergstadion soll durch eine Tartanbahn ersetzt werden.
  • Der Rasenplatz im Losbergstadion soll erneuert werden.

„Das sind großartige Nachrichten für Stadtlohn“, freut sich die die SPD-Bundestagsabgeordneten Ursula Schulte (SPD). „Dies ist genau das richtige Signal an die Kommunen, die in dieser Zeit besonders belastet sind“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring.

SuS will auch Eigenleistungen beitragen

Noch größer aber ist die Freude beim SuS-Vorsitzenden Wilfried Steinhage: „Wir freuen uns riesig“, erklärte er am Mittwoch. Wir bemühen uns ja schon seit vielen Jahren um eine Kunststoffbahn für unsere Läufer.“ 2019 war ein erster Förderantrag nicht zum Zuge gekommen. Die Enttäuschung beim SuS war damals groß.

Jetzt aber ist die Freude umso größer. Er habe schon Kontakt mit dem Stadtlohner Rathaus aufgenommen, um in den nächsten Tagen einen „Fahrplan“ abzustimmen, so Wilfried Steinhage. „Wir wollen uns gerne mit Eigenleistungen beteiligen. Das sind wir der Stadt schuldig, wenn sie so viel Geld in die Hand nimmt. Das haben wir auch beim Kunstrasenplatz gemacht.“

Rat einstimmig für zusätzliche städtische Fördermittel

Erst am Mittwoch vor einer Woche hatte sich der Rat der Stadt Stadtlohn einstimmig für eine erneute Teilnahme an dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ausgesprochen und eine 55-prozentige Eigenbeteiligung beschlossen.

Als zuständiger Sportdezernent sagte Günter Wewers am Mittwoch: „Wir haben uns lange um eine Förderung bemüht. Ich bin überrascht, dass es nun so schnell geklappt hat und die neue Rasenspielfläche sowie die lang ersehnte Tartanbahn hoffentlich schon bald Wirklichkeit werden können.“ Auch der zweite Bauabschnitt zur Erneuerung des Freibades und zur Sanierung des Hallenbades könne damit endlich in Angriff genommen werden.

Zusätzliche Mittel wegen der Corona-Pandemie

Mit dem zweiten Nachtragshaushalt 2020 im Zuge des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat die Große Koalition zusätzlich 600 Millionen Euro für das erfolgreiche Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ zur Verfügung gestellt. Hintergrund ist der bundesweit erhebliche Sanierungsbedarf der kommunalen Infrastruktur.

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Über die jetzt vergebenen Gelder hinaus stehen im Rahmen des Förderprogramms weitere 400 Millionen Euro für einen neuen, aktuell laufenden Förderaufruf zur Verfügung. Die Entscheidung, was gefördert wird, soll im ersten Quartal des Jahres 2021 fallen. Der Aufruf für Förderanträge endet am 30. Oktober 2020.

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