Freuen sich auf die Marktplatztöne (von links): Stefan Lensing vom Fachbereich Kultur, Albert Frechen an der Tuba, Thomas Lüfkens (Vorsitzender der Husarenkapelle), Lukas Tertling an der Trompete und Peter Tertling (Geschäftsführer der Husaren). © Stefan Grothues
Marktplatztöne

Mit Video: Treue Husaren lindern in Stadtlohn den Schützenfest-Entzug

Die Husaren sind treu. Der Musik, den Orchesterproben und der guten Stimmung. Das wollen sie am Wochenende beim Großevent „Marktplatztöne“ vor der St.-Otger-Kirche unter Beweis stellen.

Albert Frechen (53) ist ein treuer Husar. Seit über 40 Jahren. Mit zwölf begann er als Trompeter in der Stadtlohner Husarenkapelle, seit 33 Jahren spielt er dort die Tuba. Immer war der Dienstagabend für die Proben reserviert. Dann kam Corona.

Und mit der Pandemie der Probenentzug. „Ich bin dann manchmal mit meinen drei Kindern in den Keller gegangen. Die spielen ja auch bei den Husaren Schlagzeug, Posaune, Saxofon. Das war eine Art Ersatzprobe“, sagt er lachend.

Probenrückstand längst wieder aufgeholt

Das Musikerherz schlägt jetzt wieder höher. Proben sind längst wieder erlaubt – und nötig. Manch ein Musiker war doch ein wenig eingerostet. Schlagzeuger (und Geschäftsführer) Peter Tertling klagte über Muskelkater im Bein, das die Basedrum schlägt. „Und ich hatte das Gefühl, mir die Lippen fransig zu spielen“.

Doch die Spiel- und Probenfreude hat die 70 Husaren längst wieder gepackt. Schließlich haben sie ein großes Ziel: An diesem Wochenende (20. bis 22. August) steigt das Großevent „Marktplatztöne“ vor der Stadtlohner St.-Otger-Kirche.

„Die Stadtlohner schmachten danach“

Und darauf freuen sich nicht nur die Musikerinnen und Musiker, die ein buntes Drei-Tage-Programm zusammengestellt haben, das von klassischer Blasmusik bis hin zur Rock und Pop reicht. Über den Zuschauerzuspruch machen sich die Husaren keine Sorgen. „Wir haben 8000 Flyer verteilt. Im Gespräch mit vielen Stadtlohnern haben wir gespürt, dass die Leute nach so einem Konzert schmachten, dass sie nach all den ausgefallenen Schützenfesten wieder zusammenkommen wollen“, sagt Albert Frechen.

Die neuen Coronaregeln schränken die Planungen nicht ein. 500 Getestete können eingelassen werden, zusätzliche Besucher, die geimpft oder genesen sind, werden nicht gezählt. Es gibt einen Sitzplatz für jeden und eine Luca-Registrierung. Bis zum Sitzplatz ist ein Mundschutz zu tragen. Geschäftsführer Peter Tertling rechnet mit bis zu 1000 Zuschauern an jedem der drei Veranstaltungstage. „Das Konzert lässt sich ja auch von den umliegenden Kneipen und Eisdielen am Marktplatz gut verfolgen.“

Auftakt am Freitagabend mit klassischer Blasmusik

Start ist am Freitag (20. August) um 19 Uhr mit klassischer Blasmusik, die auch die Herzen der Stadtlohner Schützenfestfreunde erfreuen wird. Die haben ja auch seit Pandemiebeginn Verzicht üben müssen. Trompeter Lukas Tertling, der Bruder von Peter Tertling, freut sich daher besonders auf das Stück „Der treue Husar“. „Das wird für mich und sicher auch für viele andere ein emotionaler Höhepunkt“, sagt er. Die Husarenableger „Altes Blech“ und die „Drumpets“ sorgen neben dem großen Orchester ebenfalls am Freitag für Stimmung.

Am Samstag (21. August) folgt ab 15 Uhr der Kinder- und Jugendnachmittag: Jugendbands und die Musikschule laden zum „Musikinstrumente-Schnuppern“ ein, Ballettschülerinnen zeigen ihr Können. Am Samstagabend bieten das Trio „Daddy Longleg“ ab 20 Uhr und die Band „Recall“ ab 22 Uhr Rock- und Popgenuss.

Neustart Kultur: Stadt Stadtlohn ist Veranstalter

Ein Open-Air-Gottesdienst, musikalisch gestaltet von der Husarenkapelle, und ab 15 Uhr das große Jahreskonzert der Husaren schließen das Festival am Sonntag (22. August) ab. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

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