Nach Krisensitzung der KG: Rosenmontagszug in Stadtlohn findet statt

"Sicherheit an erster Stelle"

Die Stadtlohner Karnevalisten haben entschieden: Trotz der Sturmwarnungen wird der Rosenmontagszug stattfinden. KG-Vizepräsident Manfred Schwenz hat dafür das Motto des Zuges "geändert": "Sicherheit an erster Stelle" heißt es, wenn die Wagen ab 13.30 Uhr rollen.

STADTLOHN

, 08.02.2016, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zugverantwortlichen der KG "Üm Bütt un Pütt" haben sich am Morgen zusammen mit den Vertretern von Polizei und Ordnungsamt dafür ausgesprochen, den Umzug laufen zu lassen.

Die Zugverantwortlichen der KG "Üm Bütt un Pütt" haben sich am Morgen zusammen mit den Vertretern von Polizei und Ordnungsamt dafür ausgesprochen, den Umzug laufen zu lassen.

Immer wieder haben der KG-Vorstand sowie die Vertreter von Polizei und Ordnungsamt am Montagmorgen die Köpfe zusammengesteckt und gemeinsam den Verlauf der Sturmfront auf dem I-Pad beobachtet. Für die Verantwortlichen stellte sich dabei nur eine Frage: Kann der Rosenmontagszug der KG "Üm Bütt un Pütt" stattfinden?

Am Ende sprachen sich KG-Präsident Andreas Rotherm, KG-Vizepräsident Manfred Schwenz, Wolfgang Leuker und Markus Thünte von der Polizei, Ordnungsamtsleiter Thomas Gausling sowie die Zugführer Norbert Kuschel Zugführer und Albert Jaegers dafür aus, den Zug laufen zu lassen. Allerdings: Um 13 Uhr wollen sie sich erneut abstimmen.

Auf dem Display des I-Pad zeigt Manfred Schwenz den Verlauf der Sturmfront. Der größte Teil sei in der Nacht über das Münsterland hinweggezogen meint der Vizepräsident. Allerdings blitzen in der Verlaufsansicht des Sturms auf dem Display immer wieder lokale Ausläufer auf, die auch am Nachmittag noch für kräftige Böen sorgen können. 

Die Entscheidung, den Zug laufen zu lassen, verbinden die Verantwortlichen aber mit ein paar zusätzlichen Sicherheiten. So werden keine Wagen mit Großaufbauten, zum Beispiel aus Pappmaché, zugelassen. Außerdem haben sich die Zugverantwortlichen zwei Stellen auf der Zugstrecke angeschaut, von der aus der Zug - falls nötig - auch noch während des Verlaufes aufgelöst werden kann  - Sicherheit geht einfach vor, betonten alle Beteiligten, die sich am Morgen im "Drive-Inn" an der Eschstraße getroffen haben.

Während Manfred Schwenz nach der Entscheidung von "Erleichterung" spricht, bleibt KG-Präsident Andreas Rotherm weiter "angespannt nervös".

"So schlimm ist der Sturm hier nicht angekommen. Das war der Grund, warum wir uns für den Umzug entschieden haben", meint Zugführer Norbert Kuschel. "Wir müssen aber immer ein Auge drauf haben", ergänzt der KG-Präsident Rotherm, dass er auch im weiteren Verlauf des Vormittages nicht nur mit Sorge in den Himmel schauen wird, sondern auch immer wieder auf den Sturmverlauf, wie ihn die Wetterdienste im Internet darstellen. 

  • Die Verantwortlichen für die Karnevalsumzüge in Ottenstein und Wüllen wollen gegen 11 Uhr entscheiden, ob die Umzügen rollen.
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