Nazigruß kommt teuer

21.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Stadtlohn Dass die Geste des Hitlergrußes, verbunden mit dem Ruf "Sieg Heil", durchaus kein Spaß ist, diese Erfahrung machte ein 23-jähriger Stadtlohner beim Amtsgericht in Ahaus, dass ihn wegen dieser Entgleisung zu einer Geldstrafe von 600 Euro (15 Tagessätzen zu 40 Euro) verurteilte.

Der junge Mann, der zum ersten Mal vor dem Richter stand, war einsichtig und geständig. Er konnte glaubhaft machen, dass keine rechtsradikale Gesinnung hinter seiner Tat gestanden habe, als er sich in betrunkenem Zustand zu der neo-nazistischen Parole hinreißen ließ. Beim Zeltfest in der Hörsteloer Heide, in der Nacht des 9. April dieses Jahres, war er auf eine Gruppe junger Leute gestoßen, die auf der gleichen Veranstaltung im vergangenen Jahr einen ausländischen Arbeitskollegen von ihm beleidigt hatten. Er stand vor der Gruppe "stramm" und hob den ausgestreckten Arm zum Hitlergruß. Ein in der Nähe stehender Polizeibeamter bekam die Geste und den Ruf mit, entfernte den 23-Jährigen aus dem Festzelt und erstattete eine Strafanzeige. ek

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