Die Kinder können dem Nikolaus in diesem Jahr zumindest auf Distanz zuwinken. In Stadtlohn hat man einen guten Kompromiss gefunden, meint Redakteur Michael Schley. © Markus Gehring
Meinung

Nikolaus begrüßt die Kinder in Stadtlohn persönlich – das finde ich gut!

Nikolausumzüge werden durchgeführt und abgesagt. In Stadtlohn haben die Verantwortlichen einen Kompromiss gefunden, der beide Meinungen vereint und zu verantworten ist, meint Michael Schley.

Wer in diesen wirren Tagen Verantwortung in Vereinen oder Verbänden übernimmt, der wird das eine oder andere Mal (noch) unruhiger schlafen als sonst. Auch wird das Telefon häufiger klingeln, die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger sucht ein Ventil. Wieder einmal.

Dass auf dieser Basis zum Beispiel Nikolausumzüge vorsorglich abgesagt werden, auch wenn sie rechtlich durchführbar wären, ist absolut verständlich. Dabei sind es übrigens auch die Eltern, die Bedenken angemeldet hatten. Nicht alles, was erlaubt ist, muss schließlich auch getan werden. Zum Beispiel, wenn der Verstand was anderes sagt.

Nikolausgesellschaft hat vernünftig abgewogen

Diese Gedankenspiele hat man auch bei der Nikolausgesellschaft in Stadtlohn angestellt. Intensiv und kontrovers. Und man hat abgewogen – immer unter der Prämisse, die große Verantwortung tragen zu können und seiner Zielgruppe, den Kindern, nicht noch mehr nehmen zu müssen als sonst schon in der Pandemie.

Und ich finde die Lösung richtig gut. Wir alle haben in den vergangenen Monaten doch gelernt, mal wieder kleiner zu denken, das Wesentliche zu erkennen. Und so wird der kleine Empfang in Gruppen, in denen man eh jeden Tag in der Schule zusammenkommt, Lächeln in die Gesichter der Kinder zaubern – und die Verantwortlichen ruhiger schlafen lassen. Wir Eltern stecken dann einfach mal zurück und freuen uns auf das, was unsere Kids uns beim Abholen vom Nikolaus erzählen werden.

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