Owweringpark wird umgestaltet – aber ein Wasserspiel wird es nicht geben

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Der Owweringpark in Stadtlohn wird umgestaltet. Einstimmig haben die Politiker die Weichen gestellt. Doch der in der Onlinebeteiligung am häufigsten geäußerte Wunsch geht nicht in Erfüllung.

Stadtlohn

, 26.08.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über 1000 Besucher, 50 Ideen, zahlreiche Kommentare und Likes – Carmen Hornhues vom Fachbereich Planen und Bauen im Rathaus der Stadt Stadtlohn freute sich am Dienstag in der Sitzung des Bauausschusses: „Die Resonanz der vierwöchigen Online-Bürgerbeteiligung zum Bürgerpark Owwering war richtig gut.“

Und die Ideen der Umfrageteilnehmer deckten sich im Großen und Ganzen mit den Vorstellungen der Fachplaner, die ihre Pläne im Mai im Mai den Kommunalpolitiker präsentiert hatten: Ruhe und Erholung sollten im Mittelpunkt stehen, Bäume und auch die Schäfergruppe erhalten bleiben, ebenso die Erinnerung an den alten Friedhof.

„Wasserspiel auf dem Mühlenplatz besser aufgehoben“

Auf der Wunschliste der Onlinebefragung standen ein Wasserspiel oder ein Matschspielplatz ganz oben. Das jedoch sah die Verwaltung skeptisch. Carmen Hornhues: „Ein Wasserspiel ist zwar sehr schön, aber das sehen wir eher auf dem Markt oder an der Berkelmühle.“

Erwin Plate (UWG) bedauerte das: „Wenn die Mehrheit der Bürger sich ein Wasserspiel wünscht, dann sollten wir auch ernsthaft darüber nachdenken.“ Josef Wansing (CDU) gab zu bedenken, dass von einer „Mehrheit der Bürger“ nicht die Rede sein könne, wenn sich nur ein kleiner Teil an der Online-Umfrage beteiligt habe. Nachdem Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp die Wasserzuführung durch die ehemaligen Gräber problematisiert hatte, nahmen aber alle Fraktionen Abstand von einem Wasserspiel.

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Eine ebenfalls oft gewünschte Boulebahn soll aber realisiert werden, genauso wie eine bessere Beleuchtung des Parks. Details zur Spielplatzplanung, zur Aufstellung eines Bücherschranks und einer Wellenliege sowie zur Anlage eines Barfußpfades sollen später entschieden werden. Eine Hundewiese wird es nicht gegeben, auch wegen des alten Friedhofscharakters.

Auch kranke Kastanienbäume sollen vorerst erhalten bleiben

Fast einhellig lehnten die Politiker den Plan der Verwaltung ab, zwei kranke Kastanienbäume zu fällen. Clemens Kloster: „Es gibt ja mittlerweile viele kranke Bäume, die können wir nicht alle fällen. Die Kastanien müssen zwingend erhalten bleiben.“ 36 Jahre lang hat sich Clemens Kloster als sachkundigen Einwohner vor allem auch für Naturschutzbelange im Ausschuss stark gemacht. Die Sitzung am Dienstag war seine letzte in dieser Funktion. Mit Applaus verabschiedeten ihn die anderen Ausschussmitglieder.

Der Ausschuss erklärte sich aber mit der Beseitigung eine Hainbuchenhecke, von einigen Zierapfelbäumen und Sträuchern einverstanden. Sie sollen durch eine lichte Baumreihe ersetzt werden. Gleichzeitig wird etwas Fläche vom Park abgeknapst, um die Parkplätze am Owwering auf das Normmaß zu bringen. Die Zahl der Parkplätze bleibt unverändert.

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Die Umgestaltung des Parks kostet 180.000 Euro. Davon werden 60 Prozent aus Städtebaufördermitteln des Landes finanziert. Die Neuanlage der Parkplätze kostet 80.000 Euro. Diese Maßnahme wird nicht vom Land gefördert.

Neugestaltung der Außenanlagen der Marienschule

Gleichzeitig gab der Ausschuss grünes Licht für die Neugestaltung des Umfeldes der Marienschule und des ehemaligen Schulhofs. Dort werden zudem Regen- und Abwasserkanäle saniert. Die Umgestaltung der Außenanlagen kostet 150.000 Euro, die zu 60 Prozent vom Land gefördert werden. Die Stellplatzumgestaltung an der Marienschule kostet 125.000 Euro und ist nicht förderfähig. Die Kanalsanierung kostet 208.000 Euro und ist zum Teil förderfähig.

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