Pia Fallenberg will in Uganda helfen

Freiwilliger Einsatz

Pia Fallenberg begibt sich mit gerade mal 18 Jahren in ein großes Abenteuer: Sie geht für zehn Monate nach Afrika. "So kurz, bevor es losgeht, steigt doch die Aufregung. Ich bin dann fast ein ganzes Jahr weg", sagt die Stadtlohnerin. Sie wird im einem kleinen Dorf in Uganda in Schulen Fächer wie Englisch oder Biologie unterrichten.

STADTLOHN

von von Laura Schlusemann

, 04.08.2016, 18:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pia Fallenberg (Mitte) mit Monika Kemper (l.) und Pflegedienstleiterin Monika Nienhaus. Das Kollegium rundete den Spendenbetrag für das Projekt auf.

Pia Fallenberg (Mitte) mit Monika Kemper (l.) und Pflegedienstleiterin Monika Nienhaus. Das Kollegium rundete den Spendenbetrag für das Projekt auf.

"Da, wo Hilfe gebraucht wird, werde ich helfen. Auch den Umgang mit Computern und Programmen werde ich den Schülern beibringen", erzählt die ehemalige Schülerin der Liebfrauenschule in Coesfeld. Dort hat sie ihr Abitur gemacht und kennt das dortige Tansaniaprojekt der Ordensgemeinschaft "Schwestern unserer lieben Frau". Für dieses Projekt fliegen jedes Jahr zwei Lehrer und vier Schüler und Schülerinnen im Herbst für einen Monat nach Tansania, um dort zum Beispiel bei dem Aufbau einer Schule zu helfen. Im vergangenen Jahr zählte Pia zu den vier Schülern, die mitdurften. "Da hat mich das Afrikafieber gepackt", erklärt sie lächelnd.

Die Stadtlohnerin hat sich dafür entschieden, jetzt nach dem Abitur die Reise zu wagen. Eigentlich wollte sie nach Tansania, weil sie dort ja auch mit der Schule gewesen war. Aber sie erfuhr vom Projekt "Macerudette" in Uganda für die ländliche Entwicklung. Dieses faszinierte sie so sehr, sodass sie sich umentschied. Darüber hinaus erhielt sie noch viele Informationen von einer Freundin, die schon in Uganda gewesen ist. Über die politische Lage in Uganda hat sie sich auch bestens informiert: "Im Moment hört man zwar in den Nachrichten, dass die Situation in Uganda durch die Flüchtlinge etwas kritisch ist. Aber ich bin eher im Süden, wo die politische Lage eigentlich sicher ist".

Sponsoring

Die Abiturientin wird von der Organisation "Weltwärts" gesponsert und zusammen mit der Unterorganisation VIA, einem Verein für internationale und interkulturellen Austausch, entsendet.

In drei Wochen ist es endlich so weit. Am 22. August geht es los, nach fast einem Jahr Bewerbungsverfahren und Vorbereitungen. "Ich hatte ein Vorbereitungsseminar, in dem wir über Fragen und Ängste gesprochen haben. Es folgen noch Zwischen- und Rückkehrseminare, bei denen ich mich mit anderen Freiwilligen, die Ähnliches erlebt haben, austauschen kann."

Spende für Projekt

Vor ihrer Reise arbeitete Pia zwei Monate bei der Caritas in Stadtlohn als Begleiterin für die Pflege von Alten und Kranken vor Ort. Dabei kam sie auf die Idee, das Geld, das sie dabei verdient, an das Uganda-Projekt zu spenden. Die Caritas-Mitarbeiter waren davon begeistert und unterstützten sie dazu noch mit Spenden, sodass zum Schluss eine Summe von 300 Euro zusammengekommen ist.

Pflegedienstleiterin Monika Nienhaus betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, sein verdientes Geld zu spenden und dass Pia Anerkennung verdiene.

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