Regionale 2016-Agentur gibt Stadtlohn den Stempel

Berkelaktionstag

Die Verleihung des „Regionale 2016-A-Stempels“ ist nicht ins Wasser gefallen. Pünktlich hatten sich am Sonntag die Regenwolken verzogen. Nach der feierlichen Übergabe der Urkunde folgte ein informativer Rundgang an der Berkel: Er drehte sich ganz um die zukünftige Gestaltung des Flusses.

STADTLOHN

30.08.2015, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Helmut Könning (2.v.l.) erhielt am Sonntag die Urkunde von Uta Schneider. Den Stadtlohner Fraktionsvorsitzenden überreichte sie eine Wasserwaage: So sollen sie die unterschiedlichen Interessen entlang des Flusses ausbalancieren können.

Bürgermeister Helmut Könning (2.v.l.) erhielt am Sonntag die Urkunde von Uta Schneider. Den Stadtlohner Fraktionsvorsitzenden überreichte sie eine Wasserwaage: So sollen sie die unterschiedlichen Interessen entlang des Flusses ausbalancieren können.

Deutlich erleichtert über den Wetterumschwung begrüßte Bürgermeister Helmut Könning die Besucher auf der Mühlenbrücke zum Berkelaktionstag. Neugierige Bürger und Vertreter des Stadtrates wollten sich über die Pläne und die zukünftigen Veränderungen an der Berkel informieren.

„Unser Ziel ist es, die Beziehung zwischen Stadt und Berkel zu verbessern“, erklärte Könning. Die Umgestaltungen rund um die Berkel stünden dabei nicht nur unter gestalterischen Aspekten, es gehe auch um den Hochwasserschutz. Seit 2008 haben Bürger, Fachleute und Politiker gemeinsam eine Projektskizze zusammengetragen.

Anstrengende Planung

„Die Planungen waren natürlich auch anstrengend, aber heute können wir feiern“, betonte Uta Schneider von der Regionale-2016-Agentur aus Velen. Die hatte bei der Verleihung viel Wert auf Innovationen und die Antworten auf Zukunftsfragen gelegt. Schneider über die Projekte in Stadtlohn: „Die Verbindung von Verkehr, Ökologie, Schutz und Anbindung an die Stadt ist zukunftsweisend.“ Sie überreichte die Urkunde des „Regionale 2016-A-Stempels“ an Könning. Dieser bescheinigt die Förderwürdigkeit der geplanten Maßnahmen.

In den kommenden Jahren können mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes die umfangreichen Umgestaltungen entlang des Berkelufers im Rahmen der Regionale 2016 in Angriff genommen werden. Für die Umgestaltung sind derzeit 14 bis 15 Millionen Euro veranschlagt, wobei es sich beim Hochwasserschutz um den teuersten Posten handelt. Schneider schenkte den Fraktionsvorsitzenden eine Wasserwaage: „Sie ist ein Symbol für die Balance zwischen den verschiedenen Interessen.“

Rundgang zu vier Stationen

Im Anschluss folgte eine Führung. Mathias Pennekamp von der Stadt Stadtlohn, Leiter Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt, erläuterte die Umgestaltungspläne. An vier Stationen informierte er über die jeweiligen Veränderungen wie beispielsweise der Sanierung der Mühlenstraße.

Ein ganz neues Erscheinungsbild soll die Berkelmühle bekommen. Dort sind eine außerschulische Bildungsstätte und eine Gastronomie im Erdgeschoss geplant. Eine Freitreppe an der Berkelpromenade mit Blick auf die historische Mühle soll die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern. Zudem ist ein Fahrradweg entlang der Uferstraße geplant. „Eine barrierefreie Unterführung an der L 572 ist leider nicht möglich“, so Pennekamp. An mindestens 60 Tagen des Jahres stünde diese unter Wasser. Bei den ökologischen Projekten ist besonders die Fischtreppe erwähnenswert. 

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