Reitroute genau abstimmen

Stadtlohn Eine neue Route soll künftig auch reitsportlich Interessierte für einen Besuch in Stadtlohn gewinnen. Allerdings wird der Streckenverlauf im Detail noch zwischen den ansässigen Landwirten und dem Kreis Borken abgestimmt.

05.02.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Informationen zu diesem Thema hatte Marie Westermann mit in den Bauausschuss nach Stadtlohn gebracht. Sie ist beim Kreis Borken zuständig für den Reittourismus. Bei der Präsentation des Routenverlaufs unterstrich sie, dass es sich nicht um einen verbindlichen Reitweg, sondern um eine empfohlene Reitroute handle. Im Prinzip reiche es dafür aus, eine entsprechende Beschilderung vorzunehmen. Die Strecke soll vom Liesner Wald aus in einem weiten Bogen in westliche Richtung verlaufen. Dabei kreuzt sie sowohl den Düwing Dyk als auch die Bundesstraße 70 - zwei Gefahrenpunkte, die bei der Gestaltung besondere Beachtung verdienen. Im westlichsten Punkt kommt der Reiter bis auf Vredener Gebiet, ehe er auf einer Schleife zurück geführt wird. Dabei bleibt er nördlich der Berkel.

Josef Schülting (CDU) unterstrich die Notwendigkeit, die Route vor einer endgültigen Festlegung mit den Stadtlohner Landwirten abzufahren. Marie Westermann begrüßte das. Auf mögliche Interessenskonflikte mit den Fahrradfahrern wies Otger Harks (SPD) hin. Die Route sei auch unter diesem Gesichtspunkt genau zu prüfen. Friedhelm Lensker (CDU) betonte, dass eine Anbindung der Route an den Reithallenbereich am Losberg wünschenswert sei.

Gute Nachrichten hatte Marie Westermann zur Frage der Finanzierung mitgebracht. Sie bezifferte die Kosten für Ausweisung der Reit route auf etwa 3500 Euro. Dafür könnten entsprechende Mittel bei der Bezirksregierung beantragt werden: Diese flössen aus einem Topf, in den die Reitabgabe gezahlt werden. Wasser in den Wein goss Harks, als er befand: "Ich sehe die Euphorie um die Reitroute als problematisch an." Seine Frage, ob sich eine einmal eingerichtete Route unproblematisch wieder zurücknehmen lasse, konnte Marie Westermann klar bejahren: "Sie bauen ja keinen Weg. Sie müssen nur die Schilder wieder abneh- men." to

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