Noch klafft ein großes Loch in der Tribüne, Klubheim wie Kursraum sind barrierefrei nicht zu erreichen, ans Duschen ist nicht zu denken. Das soll sich bald ändern. Zumindest übergangsweise präsentierte der Bauausschuss eine Lösung, eine dauerhafte Antwort will dieser zu einem späteren Zeitpunkt erarbeiten. © Markus Gehring
Bauausschuss

Sanierungsfall Kabinen: SuS-Fußballer sollen vorerst in Container umziehen

In Containern sollen die Fußballer des SuS Stadtlohn übergangsweise duschen können. Dazu sprach sich der Bauausschuss aus. Dauerhaft tendiere man zu einem Neubau. Das Thema wurde vertagt.

Dass dringender Handlungsbedarf bestehe, darin waren sich sämtliche Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses einig. Der Sportbetrieb bei den Fußballern des SuS Stadtlohn am VR-Bank Sportpark müsse schnell sichergestellt werden. Dazu gehörten Umkleide- und vor allem Duschmöglichkeiten. Die Fraktionen sprachen sich einheitlich für eine Containerlösung zum Übergang aus.

Auf Sicht werde ein Neubau des sanierungsbedürftigen Kabinentrakts im über 30 Jahre alten Altbau einer Sanierung vorgezogen. Dazu wurde allerdings kein Beschluss gefasst, das Thema wurde vertagt. Diskutiert wurde dazu intensiv.

Mathias Pennekamp, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt, brachte gleich zu Beginn der Sitzung die Variante Neubau ins Gespräch: „Experten müssen auch beurteilen, ob der Keller überhaupt dauerhaft abdichtbar sein wird.“ Und auch in der Diskussion wurde das Thema Sanierung des Kellers schnell an die Seite geschoben.

„Stadt hat Fürsorgepflicht für den Verein“

„Ein zeitraubendes Thema in unserer Fraktionssitzung“, erklärte Erwin Plate für die UWG. Ein Neubau ohne Keller an gleicher Stelle wäre besser: „Am Kunstrasen spielt sich doch das Geschehen ab.“ Die Verwaltung sollte Gespräche mit dem SuS führen, ob sich dieser womöglich über Sponsoren oder Aktionen an den Kosten beteiligen könnte. Förderanträge seien weiter zu stellen: „Die Stadt hat eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Verein.“

„Dringenden Handlungsbedarf“ sah auch Dr. Markus Könning für die CDU-Fraktion. Zunächst gelte es, eine Containerlösung möglich zu machen, dann müsse der Altbau trockengelegt werden, einen Abriss lehne man ab. „Wir müssen über die Containerlösung Zeit gewinnen für eine dauerhafte Lösung“, so Könning. Bei über 750.000 Euro für einen Neubau sei es für eine Entscheidung noch zu früh.

Auch eine dauerhafte Containerlösung sei durchaus denkbar, wenn man den Altbau oberirdisch weiternutzen könne.

Zum Thema Finanzierung fehlen Detailinformationen

Dennis Bausch sprach sich für die FDP auch für einen Neubau als „beste Lösung“ aus. Es sollte eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die mit dem SuS die Bedarfe abfragt. Er stimmte mit Markus Könning überein, dass zu klären sei, ob die Räume über dem Keller nach Abdichtung dessen weiter zu nutzen wären. Bei der Containerlösung sollte man sich mit der DJK abstimmen, ob diese jene für die Ferienfreizeit in Hönningen übernehmen könnte.

Heinrich Ellers betonte noch einmal, dass sich die CDU für den Erhalt des Gebäudes ausspreche: „Ein Abriss bedeutet noch lange nichts Neues.“ Erwin Plate (UWG) regte, das Thema Finanzierung solle auf die kommende Sitzung vertagt werden – für eine „vernünftige Lösung für den SuS“. Bei einer möglichen Investitionssumme von 768.000 Euro für einen Neubau seien die „Daten in der Sitzungsvorlage zu dünn“, befand Lukas Stowermann für die CDU.

Einstimmiges Votum für Containerlösung

Einstimmig folgten die Mitglieder der kurzfristigen Containerlösung, die Gelder mögen Hauptausschuss/Rat bereitstellen. Zur kommenden Ausschusssitzung sollte die Verwaltung detailliertere Daten aufschlüsseln, über einen möglichen Neubau solle dann ergebnisoffen diskutiert werden.

Einen weiteren Punkt brachte Tim Winking für die UWG ins Spiel. Aufgrund aktueller Baumaßnahmen seien Gastronomie und Kursraum nicht mehr barrierefrei erreichbar. Das konnte Peter Heming für den SuS bestätigen.

Der Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt sicherte zu, sich der Themen anzunehmen und den Arbeitsauftrag mit der Containerlösung kurzfristig umzusetzen. Auch widme man sich der Heizungsanlage im Trakt aus dem Jahr 2000. Auch dort ist aktuell das Duschen mit Warmwasser nicht möglich.

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