Badleiter zieht positives Fazit: „Konzept hat sich als das richtige erwiesen"

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Die Freibadsaison war coronabedingt auch in Stadtlohn eine besondere. Das Konzept stellte den Sicherheitsgedanken in den Vordergrund. Die richtige Entscheidung, wie der Badleiter meint.

Stadtlohn

, 06.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freibadsaison in Stadtlohn endet am Sonntag, 6. September – und bereits vier Tage später, am 10. September, öffnet das Hallenbad seine Türen. Wenn alles klappt. In dieser Hinsicht zeigt sich Badleiter Oliver Karlsberg sehr optimistisch: „Wir arbeiten dafür in unserem Team derzeit im Parallelbetrieb. Ist die Aufsicht am Freibadbecken gefordert, übernehmen wir diese. Ergibt sich Luft, bereiten wir das Hallenbad weiter vor.“ Und das natürlich weiter auch unter den besonderen Corona-Bedingungen.

Vergleich zu den Vorjahren hinkt

Da die Vorbereitung der Hallenbadsaison Priorität genieße, hat sich Oliver Karlsberg auch noch nicht intensiv mit den Zahlen zur auslaufenden Sommersaison im Freibad näher beschäftigen können, der „Zeitpunkt kommt aber bald“. Wohl wissend, dass ein Vergleich zu den Vorjahren hinkt: „Wir hatten zwar ähnliches Wetter, aber nun einmal die Corona-Einschränkungen.“

Zunächst 100 Gäste durften während der in der Regel drei zweistündigen Phasen pro Tag das Bad betreten, später wurde dieses Kontingent auf 150 ausgebaut – „auf Wunsch unserer Gäste“, wie Karlsberg betont. Unabhängig von den nackten Zahlen kann der Schwimmmeister ein durchweg positives Fazit ziehen: „Das Konzept hat sich als das richtige erwiesen. Wir im Team sind zufrieden, weil auch unsere Gäste zufrieden waren.“ Selbst an Tagen, an denen man nahe an die Maximalauslastung von 450 herangekommen war, hätten die Gäste jederzeit das wichtige „Gefühl der Sicherheit“ erhalten: „Auch in Hochphasen konnte sehr angenehm geschwommen werden“, berichtet Karlsberg vom vorgenommenen „Einbahnstraßensystem“.

In den Fokus in Corona-Zeiten stellten die Betreiber des Stadtlohner Freibades die Sicherheit aller Beteiligten. Maximal 150 Badegäste konnten gleichzeitig in Zwei-Stunden-Fenstern ihrem Badevergnügen nachgehen.

In den Fokus in Corona-Zeiten stellten die Betreiber des Stadtlohner Freibades die Sicherheit aller Beteiligten. Maximal 150 Badegäste konnten gleichzeitig in Zwei-Stunden-Fenstern ihrem Badevergnügen nachgehen. © Michael Schley

Dass man das Thema Sicherheit bewusst in den Mittelpunkt gestellt habe, das bestätigt Thomas Spieß, Geschäftsführer der SV-Bädergesellschaft als Betreiber. Natürlich habe man auch Anfragen gehabt, warum man in Stadtlohn und Vreden die Kapazitäten enger beschränke als in anderen Orten.

Stammgäste und auch neue Gäste kamen

Vom Konzept profitiert haben vor allem die vielen Stammgäste, die speziell des Schwimmens wegen ins Stadtlohner Losberg-Bad kommen. „Aber wir haben auch viele neue Gesichter gesehen“, erklärt Karlsberg. Und diese hätten sich überrascht gezeigt, dass zum Beispiel das Duschen mit Warmwasser möglich gewesen sei. „Das war in anderen Kommunen sicher nicht Usus, unsere Mitarbeiter haben die damit zusammenhängenden Mehrarbeiten gerne in Kauf genommen.“

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Der Schwimmmeister spricht dabei insbesondere die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen in den Pausen an. Ansonsten sei die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm gewesen. „Hektik und Lärm waren zwangsläufig geringer, es war ja auch nie übervoll. Die Arbeiten waren natürlich vielfach andere als in den vergangenen Jahren“, so Karlsberg.

Besucher nahmen das Konzept schnell an

Klagen habe er während der gesamten Saison keine vernommen, auch an die Einschränkungen hätten sich die Gäste schnell gewöhnt: „Die Alternative wäre gewesen, das Bad geschlossen zu halten. Das wussten unsere Gäste sehr zu schätzen – und der Komfort sollte dennoch maximal sein. Ich denke, das ist uns gelungen“, erklärt Oliver Karlsberg.

Auch das Online-Anmeldesystem, die Vorregistrierung, habe sich bewährt. „Das haben auch unsere älteren Gäste, teils mit Unterstützung in der Familie, schnell umgesetzt“, so Karlsberg. Man habe gespürt, dass diese Vorgaben „bei vielen in Fleisch und Blut übergegangen“ seien, weil es der Alltag in Corona-Zeiten vielfach erfordere.

Hallenbadsaison knüpft nahtlos an

Und auch deshalb blickt Oliver Karlsberg der anstehenden Hallenbadsaison trotz der aktuellen „Doppelbelastung“ entspannt entgegen – auch wenn die Umsetzung des Hygienekonzepts unter dem Hallendach gewiss noch komplexer, die Einschränkungen nicht minder hoch sein werden. „Die Leute kennen das System doch nun, ich rechne mit einem einfacheren Start als in die Freibadsaison.“ Und auch letzterer sei Anfang Juni letztlich reibungslos verlaufen…

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