Stadt will nach den Feuern auf den Schulhöfen mehr Überwachungskameras aufhängen

hzBrandstiftung auf Schulhöfen

Die Feuer auf den Schulhöfen der Realschulen wurden gelegt. Der 17-jährige Brandstifter hat gestanden. Die Stadt überlegt nun, die Videoüberwachung in Stadtlohn auszuweiten.

Stadtlohn

, 19.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt Stadtlohn überlegt, ob nach den gelegten Feuern an der Herta-Lebenstein-Realschule und der St.-Anna-Realschule öffentliche Räume in der Stadt stärker durch Kameras überwacht werden sollen.

„Das beschränkt sich nicht einmal nur auf Schulhöfe“, erklärt Stadt-Pressesprecher Günter Wewers. Gerade Einbruchsdiebstähle und Vandalismus hätten in der Vergangenheit extrem zugenommen.

Stadt muss noch etliche offene Fragen klären

Problem für die Stadt: Was ist datenschutzrechtlich erlaubt? Wo dürfen Bilder angefertigt werden? Wie lange darf die Stadt sie speichern? Welche anderen Vorgaben müssen erfüllt werden? Eine ganze Reihe offener Fragen. „Das prüfen wir gerade“, erklärt Günter Wewers am Montagmittag.

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Er ist gleichzeitig auch Leiter der Stadtlohner Feuerwehr. Mit Brandstiftung habe die Feuerwehr in der Stadt in der Vergangenheit keine großen Probleme gehabt. „Da können wir uns zum Glück nicht beklagen“, sagt er. Da hätten andere Städte in der Umgebung ganz andere Sorgen gehabt, fügt er noch hinzu.

17-Jährige legten Feuer in Mülltonnen auf zwei Schulhöfen

Die Mülltonnen an der Herta-Lebenstein- und der St.-Anna-Realschule waren am Donnerstagabend, 14. November, in Flammen aufgegangen. Die Polizei konnte noch vor Ort die Personalien von zwei 17-Jährigen feststellen.

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Einer der beiden Jugendlichen räumte in der Vernehmung bei der Polizei später ein, die Feuer zusammen mit dem anderen jungen Stadtlohner gelegt zu haben. Das berichtete die Polizei am Montagnachmittag.

Bei dem Feuer an der St.-Anna-Realschule waren große Fensterscheiben geborsten und Klinkersteine abgeplatzt. Außerdem schlugen die Flammen bis in die Isolierung am Dach des Schulgebäudes hoch.

Verletzt wurde bei den Feuern niemand.

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