Stadtlohn schrumpfte 2019 trotz Geburtenüberschuss leicht

hzJahresstatistik

199 Stadtlohner Babys haben 2019 das Licht der Welt erblickt. 174 Stadtlohner sind gestorben. Trotz des Geburtenüberschusses zählt Stadtlohn aber sieben Einwohner weniger als vor einem Jahr.

Stadtlohn

, 07.01.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fabian Osterkamp war am Neujahrstag vor einem Jahr das erste Baby, das 2019 im Stadtlohner Krankenhaus das Licht der Welt erblickte, Till Beek war das letzte.

Er wurde kurz vor Toreschluss des Stadtlohner Kreißsaals am 29. März geboren.

Seither kommen die Stadtlohner Kinder in Ahaus, Coesfeld oder Borken zur Welt.

Stadtlohn schrumpfte 2019 trotz Geburtenüberschuss leicht

Fabian Osterkamp war am Neujahrstag 2019 das erste Baby, das in Stadtlohn das Licht der Welt erblickte. © Stefan Grothues

Wo auch immer der offizielle Geburtsort ist, insgesamt kann sich Stadtlohn über 199 neugeborene Stadtlohner freuen. Das geht aus der aktuellen Statistik des Stadtlohner Einwohnermeldeamtes für das Jahr 2019 hervor. Im vergangenen Jahr starben 174 Stadtlohner. Damit liegt der Geburtenüberschuss bei 25 Menschen.

Leichter Einwohnerschwund

Aktuell leben 20.748 Menschen in Stadtlohn. Vor einem Jahr waren es noch sieben mehr. Ursache für den den Einwohnerschwund sind Wanderungsverluste. Die Zahl der Menschen, die von Stadtlohn wegziehen, ist höher als die Zahl der Zuzügler.

Jetzt lesen

„Die Einwohnerzahl ist 2019 wieder leicht geschrumpft. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre fortgesetzt“, sagt Thomas Gausling, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung im Stadtlohner Rathaus. Er betont aber: „Die Entwicklung ist nicht dramatisch. Die Einwohnerzahl bleibt stabil über 20.700.“

Zahl der Geburten könnte doch noch auf über 200 klettern

Und Thomas Gausling hofft auch, dass die Zahl der Geburten doch noch die 200er-Marke überschreiten wird. „Da es noch Nachträge von den letzten Dezembertagen geben kann, sind die Zahlen nicht abschließend. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Zahl der Geburten noch steigen wird.“

Und das sind die vorläufigen Zahlen und Fakten zum abgelaufenen Jahr 2019 aus dem Einwohnermeldeamt und dem Standesamt:

  • Geburten: 199 Stadtlohner Kinder (98 Jungen und 101 Mädchen) wurden geboren. 175 haben einen deutschen Pass, 24 einen ausländischen. Ein Jahr zuvor, 2018, lag die Zahl der Stadtlohner Geburten noch bei 222.

  • Namen: Von Januar bis April wurden beim Stadtlohner Standesamt 124 Geburten beurkundet. Das ist die Zahl der Geburten in Stadtlohn bis zur Schließung des Stadtlohner Kreißsaals. Danach gab es in Stadtlohn keine Geburten mehr.
    Jetzt lesen

    Die beliebtesten Namen bei den Eltern dieser 124 Kinder waren: Lina, Emily, Frida, Johanna und Maria für die Mädchen sowie Hannes, Mats, Matti, Ole und Pepe für die Jungen. Weil seit April 2019 keine Geburten mehr am Stadtlohner Standesamt beurkundet werden, gibt es fortan auch keine Namensstatistik für Stadtlohn mehr.

  • Sterbefälle: 174 Stadtlohner (90 Männer und 84 Frauen) starben im Jahr 2019. Im Jahr zuvor waren es 217 (109 Männer und 108 Frauen). In Stadtlohn starben aber nicht nur Stadtlohner, sondern auch Menschen aus den umliegenden Orten. Beim Standesamt wurden insgesamt 284 Todesfälle beurkundet. Im Jahr zuvor waren es 332.

  • Trauungen: 89 Paare haben sich 2019 das Ja-Wort gegeben, darunter ein gleichgeschlechtliches Paar. Im Jahr zuvor waren es insgesamt 91 Paare. Die meisten Trauungen (50) fanden im Haus Hakenfort statt.
    Stadtlohn schrumpfte 2019 trotz Geburtenüberschuss leicht

    55 Trauungen fanden im Jahr 2019 im Haus Hakenfort statt. © Münsterland Zeitung


    20 Mal traten die Paare im Losbergspieker vor den Standesbeamten, zehn Mal im Eisenbahnwaggon des Eisenbahnclubs und drei Mal im Rathaus. 76 Paare entschieden sich für einen gemeinsamen Ehenamen, in 72 Fällen war es der Name des Mannes. 13 Paare bevorzugten eine getrennte Namensgebung, fünf Paare wählten einen Doppelnamen.

  • Wanderungsbewegungen: 767 Stadtlohner sind 2019 aus Stadtlohn weggezogen. Unter ihnen waren 524 Deutsche und 243 Ausländer. 735 Menschen zogen 2019 nach Stadtlohn, unter ihnen 477 Deutsche und 258 Ausländer. Unterm Strich gibt es einen Wanderungsverlust von 32 Einwohnern. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag der Wanderungsverlust ähnlich hoch bei 751 Zuzügen und 782 Wegzügen.

  • Nationalitäten: 18.743 Stadtlohner besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit, 2005 führen einen ausländischen Pass aus über 40 Ländern. Die meisten ausländischen Stadtlohner stammen aus den EU-Staaten Bulgarien (358), Polen (247) und Rumänien (225). Auf den weiteren Plätzen folgen die Türkei (170), Portugal (154), Syrien (122) und die Niederlande (121).
Lesen Sie jetzt