Unermüdliche Corona-Helfer (von links): Die Brüder Thomas Maik Veldscholten und Jan Vos unterstützen ehrenamtlich das Schnelltestzentrum an der Heinestraße. Die drei schmieden mit Bernd Busert auch neue Pläne für ein Open-Air-Kulturprogramm im Sommer. © privat
Coronavirus

Stadtlohner Coronahelfer zeigen Ausdauer und planen Musik-Event

Drei Stadtlohner Coronahelfer beweisen langen Atem im Schnelltestzentrum. Und sie planen jetzt eine Open-Air-Nachfolgeveranstaltung für das Autokino, sobald es die Inzidenz zulässt.

In der Coronapandemie kann Stadtlohn auf die ehrenamtliche Hilfe vieler Freiwilliger bauen. Drei ganz besonders ausdauernde Helfer sind in diesen Tagen wieder einmal am Schnelltestzentrum an der Heinestraße anzutreffen: die Brüder Maik und Thomas Veldscholten sowie ihr Freund Jan Vos.

Ehrenamtler auf der „Ersatzbank“

„Wir sind die Ersatzbank“, sagt Maik Veldscholten (44) lachend. Wenn der Andrang groß sei, wie zum Beispiel vor Ostern oder an den Wochenenden, dann schreibt Bernd Busert, der Betreiber des Schnelltestzentrums, den Dreien eine Whats-App-Nachricht. „Und dann sind wir da“, erklärt sein jüngerer Bruder Thomas Veldscholten (39). An der Heinestraße helfen die drei dann bei der technischen Anmeldung. „Wir testen selbst nicht, das ist nicht unser Ding“, sagt Thomas Veldscholten.

Schon vor 13 Monaten haben die beiden Brüder zusammen mit Jan Vos die Coronahilfe Stadtlohn ins Leben gerufen. Zusammen mit anderen Freiwilligen boten sie älteren Menschen Einkaufshilfen an. Und sie organisierten eine Online-Plattform, auf der 45 Stadtlohner Einzelhändler Lieferdienste anbieten. „Da ist aber noch Luft nach oben“, sagt Jan Vos (38).

„Es nutzen noch zu wenige Stadtlohner die Testmöglichkeiten“

Zurzeit gilt aber das Hauptaugenmerk der ehrenamtlichen Helfer dem Schnelltestzentrum. „Über 11.000 Tests sind hier schon gemacht worden“, sagt Thomas Veldscholten. „Das klingt nach viel. Aber es sind immer noch viel zu wenige. Unter den 11.000 sehen wir ja viele bekannte Gesichter, die sich immer wieder mal testen lassen. Das heißt im Umkehrschluss: Viele Stadtlohner nutzen die kostenlosen Schnelltests noch gar nicht“, rechnet sein Bruder Maik vor.

„Aber diejenigen, die zum Test kommen, sind alle glücklich über das Angebot. Wir erfahren hier viel Dankbarkeit“, sagt Jan Vos. Die Brüder Veldscholten nicken zustimmend. Thomas Veldscholten sagt: „Das ist für uns auch die wichtigste Motivation: Dass wir für eine gute Sache arbeiten und dass das auch wahrgenommen wird.“ Maik Veldscholten appelliert an alle Stadtlohner: „Legen Sie die Scheu ab, gehen Sie einfach mal ins Testzentrum!“

Die drei Ehrenamtler sind davon überzeugt, dass die Schnelltests ein wichtiges Instrument für die Senkung der Sieben-Tage-Inzidenz sind. Das ist gut für die Intensivstationen. Aber es ist auch gut für die Kultur. Die drei Coronahelfer, die im vergangenen Jahr mit Bernd Busert das Autokino im ehemaligen Berkelstadion auf die Beine stellten, planen auch für diesen Sommer wieder ein Event.

Noch lassen sie aber die Katze nicht aus dem Sack. „Das Konzept steht auch noch nicht ganz“, sagt Maik Veldscholten. Er verrät aber schon, dass dieses Mal die Musik im Mittelpunkt stehen wird. Musik von Klassik bis Rock, gespielt von Stadtlohner Musikern in einem coronagerechten Open-Air-Format. Thomas Veldscholten: „Wer noch Ideen hat, kann auf der Facebookseite der Coronahilfe Kontakt mit uns aufnehmen.“

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