Stadtlohner leistet keine Sozialstunden und muss deshalb in Arrest

Schwere Sachbeschädigung

Ein 21 Jahre alter Mann aus Stadtlohn musste sich nicht zum ersten Mal vor dem Amtsgericht in Ahaus verantworten. Mit einem Partner hatte er 2019 Sachbeschädigung in einer Bank begangen.

Stadtlohn

, 20.07.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einer Filiale der Volksbank verübte der Angeklagte aus Stadtlohn 2019 schwere Sachbeschädigung.

In einer Filiale der Volksbank verübte der Angeklagte aus Stadtlohn 2019 schwere Sachbeschädigung. © Markus Gehring

Weil er nach einem mehr als ein Jahr zurückliegenden Verfahren bestimmte Auflagen nicht erfüllt hat, musste sich ein 21 Jahre alter Stadtlohner vor dem Amtsgericht in Ahaus verantworten. Im Februar 2019 hatte er gemeinsam mit einem anderen Mann an der Volksbank an der Bahnhofstraße in Ahaus schwere Sachbeschädigung begangen. Aus der abgehängten Decke hatten die beiden eine Deckenplatte und zwei Leuchtkörper gewaltsam entfernt.

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Das Verfahren war damals eingestellt worden, weil sich der Angeklagte nicht an die vorgesehenen Auflagen hielt, zu denen das Ableisten von Sozialstunden zählte, wurde er nun zu 350 Euro Geldauflage und zwei Tagen Freizeitarrest verurteilt.

Der Staatsanwalt stellte in seinem Plädoyer fest: „Wenn man es in einer so langen Zeit nicht schafft, ein paar Stunden abzuarbeiten, sollte man Arrest auferlegen.“ Zum Zeitpunkt der Tat sei der Täter noch ein Heranwachsender gewesen.

Sachbeschädigung nicht das einzige Vergehen

Der Stadtlohner, der Ende des Monats eine Ausbildung beginnt, bemerkte angesichts des Arrests, der in Lünen abgeleistet wird: „Ich weiß nicht, wie ich dahin kommen soll.“

Der junge Mann ist zudem im vergangenen Jahr auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden und hat den angeordneten Verkehrserziehungskurs bis heute nicht gemacht. Als der Angeklagte einen Brief in dieser Angelegenheit vorzeigte, meinte der Richter: „Sie haben mit Sicherheit schon viele Briefe in dieser Angelegenheit bekommen.

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