Stadtlohner Kleinstunternehmer erhalten 4,3 Millionen Euro Soforthilfe

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4,3 Millionen Euro Soforthilfe sind in den letzten drei Monaten an Stadtlohner Kleinstunternehmer geflossen. Eine wichtige Hilfe, sagt der Citymanager Salerno. Doch die Lage bleibt angespannt.

Stadtlohn

, 08.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bilanz kann sich sehen lassen. 368 Stadtlohner Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen haben in den vergangenen drei Monaten von der NRW-Soforthilfe 2020 profitiert. Insgesamt haben Bund und Land in Nordrhein-Westfalen 4,5 Milliarden Euro in die Hand genommen und damit 426.000 Selbstständige und Kleinstunternehmen durch die bislang schwersten Monate der Corona-Krise geholfen.

Durchschnittlich 11.500 Euro pro Empfänger

Nach Stadtlohn flossen rund 4,3 Millionen Euro. Das geht aus einem Online-Dashboard der Landesregierung hervor. Rein rechnerisch entfielen also durchschnittlich rund 11.500 Euro auf jeden der genehmigten Soforthilfeanträge von 368 Stadtlohner Solo-Selbstständigen oder Kleinstunternehmern. Das sind 1000 Euro mehr als der NRW-weite Durchschnitt.

Das sind die Zahlen, aber wie kam das Soforthilfeprogramm und seine Umsetzung bei den Betroffenen an. „Gut!“, sagt Stadtlohns Citymanager Giampietro Salerno. In etlichen Gesprächen mit Empfängern der Soforthilfe hat er immer wieder gehört, dass die Antragstellung und die Bewilligung in aller Regel „schnell und unkompliziert“ erfolgt seien.

„Es gab auch einige Ausreißer“, sagt Giampietro Salerno. In manchen Fällen habe es Rückfragen und Klärungsbedarf gegeben. „Aber das war eben die Ausnahme. Aus Gesprächen mit Berufskollegen in anderen Bundesländern weiß ich, dass das Verfahren in Nordrhein-Westfalen einfacher und unkomplizierter war als anderswo.“

Die meisten Betriebe hatten weniger als fünf Beschäftigte

In Stadtlohn waren die meisten der begünstigten Unternehmen sehr klein oder gar Soloselbstständige: 278 Soforthilfeempfänger beschäftigen nur 5 oder noch weniger Mitarbeiter. 49 Unternehmen fielen in die Kategorie „bis 10 Beschäftigte“. Darüber hinaus erhielten 41 Unternehmen mit mehr als 10, aber weniger als 50 Mitarbeitern Soforthilfegelder.

„Die Soforthilfen waren im Einzelfall ein wirklich wichtiger Beitrag zum Erhalt der Liquidität. Der Shutdown hatte ja für manches Unternehmen eine existenzbedrohende Auswirkung“, sagt Stadtlohns Citymanager Giampietro Salerno. Aber er weiß aus vielen Gesprächen auch, dass zum Beispiel der Einzelhandel die Talsohle noch längst nicht verlassen hat.

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„Wir werden das tatsächliche Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen von Corona erst in den nächsten Monaten wirklich beurteilen können. Gerade der Einzelhandel leidet unter einer nach wie vor schwachen Frequenz“, so Salerno: „Es ist nach wie vor eine gewisse Verunsicherung spürbar, die manchen vom Shoppen abhält.“ Und auch der Bedarf sei in einigen Branchen noch eingeschränkt. Giampietro Salerno nennt ein Beispiel: „Weil kaum Veranstaltungen stattfinden, kaufen die Kunden auch weniger Kleidung für solche Anlässe.“

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