Stadtlohner muss Geldstrafe von 900 Euro berappen

09.01.2008, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn Aus Verärgerung über das Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers, verabreichte ein 43-Jähriger aus Stadtlohn einem PKW-Fahrer am 26. Mai des vergangenen Jahres eine kräftige Ohrfeige und trat mit dem Fuß gegen seine Fahrertür. Dieses rabiate Verhalten ahndete das Amtsgericht in Ahaus jetzt mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 30 Euro. Es belangte den Mann wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Der 43-Jährige stritt vor dem Richter die Tatvorwürfe ab, die von dem Geschädigten, einem 21-Jährigen in seiner Zeugenaussage bestätigt wurden. Gericht und Staatsanwaltschaft waren von der Glaubwürdigkeit des Zeugen und wahrheitsgemäßen sachlichen Schilderung überzeugt.

Der Vorfall hatte sich auf der B 70 an einer Kreuzung in der Innenstadt zugetragen, als beide Fahrer an der Ampelanlage anhalten mussten. Der Angeklagte hatte sich kurz zuvor auf der Hengeler Straße an einer unübersichtlichen Kreuzung von dem 21-Jährigen beim Abbiegen bedrängt gefühlt und soll von ihm mit einem groben Schimpfwort bedacht worden sein.

Er wendete darauf sein Fahrzeug und folgten dem 21-Jährigen, fuhr nach seinen Worten dicht auf, sodass er in Panik geriet. Durch das offen stehende Fenster habe er ihm, als er auf der Kreuzung neben ihm stand und ausgestiegen war, die Ohrfeige verpasst und eine Beule in die Fahrertür getreten.

Der Sachschaden belief sich auf 330 Euro. Der 21-Jährige verständigte die Polizei. Eine Polizistin hatte bei der Strafanzeige noch eine Rötung im Gesicht des 21-Jährigen festgestellt. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte für seinen Mandanten auf Freispruch. Er sah Ungereimtheiten in den Zeugenaussagen. ek

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