Stadtlohner Politiker geben grünes Licht für den Bau des Seniorenzentrums

hzNeues Seniorenzentrum

An der Burgstraße wird es bald eine neue Großbaustelle geben: Die Pläne für das neue Seniorenzentrum an der Berkel sind fertig. Der Planungs- und Bauausschuss hat grünes Licht gegeben.

Stadtlohn

, 07.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Klinkerfrage ist geklärt, der politische Segen ist da. Jetzt können sich die Lingener Investoren Tanja und Paul Roosmann („ips-Architekten und Planer“) auf die Grundsteinlegung für das neue Seniorenzentrum an der Burgstraße freuen. „Im späten Frühjahr 2021 soll Baustart sein“, sagte Paul Roosmann am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion. „Der Bauantrag wird umgehend eingereicht.“

Weichendstellendes Projekt an der Berkel

In seiner jüngsten Sitzung hatte sich zuvor der Planungs- und Bauausschuss der Stadt Stadtlohn erneut mit dem Projekt befasst. „Es handelt sich ja um eine größere Investition mit stadtbildprägender Wirkung“, betonte Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp. Das Seniorenzentrum sei das erste Neubauprojekt zwischen Berkelstadion und Mühlenplatz. Dadurch würden auch Weichen für zukünftige Planungen gestellt.

So sieht die Situation an der Burgstraße heute aus. Das Wohnhaus und das weiße Steinbach-Verwaltungsgebäude werden abgerissen. Der Gebäudeteil, der unmittelbar an die Sporthalle grenzt, wird umgebaut und architektonisch in das Seniorenzentrum integriert.

So sieht die Situation an der Burgstraße heute aus. Das Wohnhaus und das weiße Steinbach-Verwaltungsgebäude werden abgerissen. Der Gebäudeteil, der unmittelbar an die Sporthalle grenzt, wird umgebaut und architektonisch in das Seniorenzentrum integriert. © Markus Gehring

Die Planer und Investoren hatten der Verwaltung verschiedene Varianten der Fassadengestaltung vorgestellt, mal mit dominierenden weißen Putzfassaden, mal mit roten Verblendziegeln kombiniert. „Wir als Verwaltung würden die Variante mit roten Verblendziegeln bevorzugen.“ So sah es auch der Ausschuss. Vertreter aller Fraktionen sprachen sich für die Variante mit roten Klinkersteinen aus.

Eigener Bebauungsplan wird nicht aufgestellt

Einstimmig verzichtete der Bauausschuss auch auf die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Weil sich das Vorhaben planungsrechtlich „in die Eigenart der näheren Umgebung“ einfüge, sei das nicht erforderlich, so Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp. Details der Gestaltung sollen in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden.

Der Eingangsbereich des neuen Seniorenzentrums an der Burgstraße

Der Eingangsbereich des neuen Seniorenzentrums an der Burgstraße © IPS Projekte

Anfang 2021 soll der Abrissbagger anrollen und das alte Steinbach-Verwaltungsgebäude und das Wohnhaus auf dem Areal abreißen, sagt Paul Roosmann. Im Herbst 2022 soll das neue Seniorenzentrum fertig sein: mit 73 Pflegeplätzen, 15 Kurzzeitpflegeplätzen, 16 Tagespflegeplätzen und zwölf Wohnungen.

Gespräche mit regionalen Betreibern angestrebt

Die Frage, wer das Seniorenzentrum betreiben wird, ist noch nicht geklärt. Sorge bereitet diese noch offene Frage Paul Roosmann aber nicht. Er sagt: „Es gibt mehrere Bewerber. Wir werden als erstes mit den zwei regionalen Anbietern, Caritas und Klinikum Westmünsterland, das Gespräch suchen. Die haben Vorrang.“

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Das Projekt Seniorenzentrum wird nicht nur das städtebauliche Bild an der Burgstraße prägen, sondern auch wesentlicher Teil der Kulisse zur Uferpromenade sein. Paul Roosmann ist das bewusst. „Das Ensemble wird keine klassische Rückseite haben. Uns ist das Potenzial der Berkelpromenade und des Berkelpatts absolut bewusst. Unsere Gebäudeensemble wird genauso anspruchsvoll sein und in seiner Wertigkeit nicht nachstehen.“

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