Stadtlohner Schüler verteilen Dank- und Denkzettel an Autofahrer auf dem Schulweg

Sichere Schulwege

Die Aktion „Kreis Borken sieht gelb“ fand am Montg seinen offiziellen Auftakt an der Hordtschule in Stadtlohn.

Stadtlohn

, 03.09.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadtlohner Schüler verteilen Dank- und Denkzettel an Autofahrer auf dem Schulweg

Polizeihauptkommissar Josef Rickers erklärt Schülern der 4a das richtige Verhalten auf dem Schulweg.Foto Schley © Michael Schley

„In Schulnähe sind bei mir maximal 30 km/h Programm.“ Dragan Vukovic, ehemaliger Stadtlohner, der mittlerweile seit 20 Jahren im bayerischen Landshut wohnt, freut sich über den Dankzettel. „Das haben Sie gut gemacht“, pflichtet ihm der Überbringer Diego aus der Klasse 4b bei. Die ersten Denk- und Dankzettel wurden am Montagmorgen bei der Auftaktveranstaltung der Aktion „Kreis Borken sieht gelb“ mit seinen Partnern an der Stadtlohner Hordtschule verteilt. Ähnliche Aktionen gebe es auch in Bayern, erklärt Vukovic.

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Norbert Krois, Marketingleiter Münsterländische Medien Service/Radio WMW, berichtete zu Beginn, dass er die seit 14 Jahren erfolgreiche Aktion im Kreis Borken „selten in einer so großen Runde“ eröffnet habe. „Dass so viele Partner im Boot sind, verdeutlicht, wie sehr uns die Schulwegsicherung gerade in diesen Tagen am Herzen liegt“, so Krois. Rund 3700 Schulanfänger seien nun im Kreis unterwegs.

Landrat Dr. Kai Zwicker, Schirmherr der Aktion, freute sich besonders über die Beteiligung der Schulen, stellvertretend an diesem Tag die Hordtschule: „Wir müssen unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer schützen. Wir wollen natürlich viele Dankzettel verteilen, aber auch Denkzettel erfüllen einen wichtigen Zweck: Man fühlt sich dann einfach nicht gut.“

Verhalten der Fahrzeugführer beobachtet

So wie eine Mutter, die ihr „Eltern-Taxi“ direkt am Eingang zum Schulhof stoppte. Der Hinweis von Polizeihauptkommissar Olaf Büßing folgte auf dem Fuße – mit Einsicht bei der Mutter.

Die Schüler beobachten allerdings nicht nur das Verhalten der Fahrzeugführer, Polizeihauptkommissar Josef Rickers erklärte ihnen auch das richtige Verhalten als Fußgänger und mit dem Rad, vor allem im Kreisverkehr und am Zebrastreifen: „Wenn jemand es gut oder weniger gut gemacht hat, dann sagen wir es ihnen.“

Bereits 37 Schulwegunfälle im Kreisgebiet in diesem Jahr

Dass die Aktion auch im 14. Jahr sinnvoll ist, das belegen einige Zahlen: Im Jahr 2019 sind bereits 37 Schulwegunfälle im Kreisgebiet gemeldet worden. 36 beteiligte Kinder und Jugendliche waren mit dem Fahrrad unterwegs, sieben zu Fuß. Drei Kinder erlitten schwere Verletzungen.

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