Der Dodgeball-Beach-Cup ist ein Magnet für Tausende von Dogdeball-Fans und Partygästen – wenn er denn stattfinden darf. © Heike Bierkämper
Dodgeball-Beach-Cup

Steigende Inzidenzen gefährden den Stadtlohner Dodgeball-Beach-Cup

1500 Tonnen Sand sind schon bestellt. Doch ob der Dodgeball-Beach-Cup mit viertägigem Partyspaß angesichts steigender Infektionszahlen wirklich stattfinden kann, steht noch in den Sternen.

Nur noch 25 Tage sind es bis zum Start des Dodgeball-Beach-Cup am Flugplatz in Wenningfeld. Am Freitag, 3. September, werden 200 Teams mit weit über 2000 Spielerinnen und Spielern in bunten Fantasiekostümen den „Olympischen Einmarsch“ auf feinstem Sand zelebrieren. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Die Veranstalter richten bange Blicke auf die steigenden Inzidenzzahlen. Und auf die Entscheidungen der Landesregierung in Düsseldorf.

„Stand heute dürfte der Dodgeball-Beach-Cup ja noch stattfinden“, sagt Martin Bienhüls. Zusammen mit Hendrik Kemper sowie Martin und Bernd Ellerkamp ist der Stadtlohner Veranstalter des Mammut-Festivals, das zuletzt im August 2019 vier Tage lang über 20.000 Dodgeball-Fans und Partygäste in Atem hielt.

Damals blickte das Veranstalter-Team vor dem großen Event allein auf den Wetterbericht. Jetzt stehen die Inzidenzzahlen im Fokus. 2020 fiel der Dodgeball-Beach-Cup der Coronapandemie komplett zum Opfer.

Im Mai 2021 aber gab es neue Hoffnung: Die neue Coronaschutzverordnung schuf die rechtliche Grundlage für den Dodgeball-Beach-Cup 2021. Der Termin wurde einmalig vom August auf den September verschoben.

Inzidenzzahlen erreichen bald den kritischen Wert von 35

Doch seit einigen Wochen steigen die Inzidenzzahlen Tag für Tag. Am Montag vor einer Woche lag die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Borken noch bei 18. Jetzt (9. August) liegt sie bei 34,2, landesweit sogar bei 34,5. Wenn die Inzidenz dauerhaft, das heißt mehr als acht Tage lang, über dem Wert von 35 liegt, dann tritt im Kreis Borken eine neue Inzidenzstufe mit verschärften Regeln in Kraft.

Spaß und Sport gehörten beim Dodgball-Beach-Cup untrennbar zusammen. © Michael Schley © Michael Schley

„Dann müssten wir nach den jetzt geltenden Bestimmungen den Dodgeball-Beach-Cup 2021 absagen“, sagt Martin Bienhüls. Aber er sagt auch: „Wir wissen jetzt noch nicht, welche Bestimmungen im September gelten werden.“ Die jetzt gültige Verordnung gilt bis zum 19. August. Bis dahin entscheidet die Landesregierung über weitere Schritte.

Werden aufgrund der steigenden Infektionszahlen Lockerungen wieder zurückgenommen? Oder wird es wegen der vergleichsweise wenigen schweren Krankheitsverläufe doch noch Möglichkeiten für Großveranstaltungen geben? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? „Noch weiß keiner, wie die neue Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen ab dem 19. August aussehen wird“, sagt Martin Bienhüls.

„Die Ungewissheit geht an die Substanz“

Mit weiteren Einschränkungen und Auflagen könnte das Veranstalterteam des Dodgeball-Beach-Cups leben. „Wir hätten viel weniger Bauchschmerzen, wenn wir eine klare Aussage hätten. Die Ungewissheit geht an die Substanz“, so Martin Bienhüls, der sich mit seinen Mitveranstaltern in einer Art „Dauerkrisensitzung“ befindet. Mal überwiege hier die Skepsis, mal der Optimismus, „je nach Tagesform“, so Bienhüls.

Die Veranstalter können aber nicht einfach abwarten. Die Vorbereitungen gehen in der nächsten Woche in die heiße Phase. 1500 Tonnen Sand wollen verteilt werden. 4,5 Kilometer Bauzäune sollen das Areal umrunden. Hunderte von Zelten müssen noch aufgebaut und ungezählte Meter Stromkabel verlegt werden.

Veranstalter gehen ins finanzielle Risiko

„Wir versuchen, die Vorbereitung so weit wie möglich hinauszuschieben. Aber irgendwann müssen wir ja anfangen. Wir gehen voll ins finanzielle Risiko“, sagt Martin Bienhüls.

Am Ende werde die Schaffung der Infrastruktur eine sechsstellige Summe verschlungen haben. Bienhüls: „Wir haben ein vernünftiges Konzept und wir können das Festival sauber über die Bühne bringen. Aber es liegt am Ende nicht in unserer Hand.“

Klar ist aber für ihn und seine Mitveranstalter: „Wir werden uns natürlich den Verordnungen der Landesregierung beugen. Wir wollen ja auch niemanden gefährden.“

Und was ist mit den Dodgeball-Teams, die jeweils 120 Euro für die Teilnahme bezahlt haben? Martin Bienhüls: „Die Teilnehmer warten ab. Sie bekommen ja mit, dass die Situation gerade nicht ganz klar ist.“

Wenn der schlimmste Fall eintritt und der Dodgeball-Beach-Cup abgesagt werden muss, können die Karten gegen Erstattung des Preises zurückgegeben werden. Oder als Reservierung für den Dodgeball-Beach-Cup 2022 behalten werden.

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Redaktion Ahaus
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