Suche nach Beweismitteln in der Berkel war für die DLRG-Taucher nicht ungefährlich

hzNach Raubüberfall

Zu Ermittlungen und dem Hintergrund der Suche in der Berkel sagt er natürlich nichts. Doch Hendrik Abbing (28) schildert, wie der Einsatz für die Taucher der DLRG Stadtlohn gelaufen ist.

Stadtlohn

, 27.05.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Stunden lang hat er am Freitag die Berkel oberhalb des Wehrs abgesucht. Drei Stunden hat er sich zentimeterweise über den Grund der Berkel getastet. Dabei hatte er im besten Fall einen halben Meter weit Sicht.

Die Orientierung in einem so trüben Gewässer ist für einen Taucher daher fast nicht möglich. Dafür brauchen die Einsatztaucher ihre Helfer an Land. Über die Leinen dirigieren die sie entlang eines Suchmusters. „Wenn wir nicht die ganze Fläche absuchen würden, könnten wir direkt von vorne anfangen“, erklärt der Einsatztaucher. Durch die Leine stehen die Taucher auch per Telefon in Verbindung mit den Helfern an Land. „Die Signalmänner sind so etwas wie unsere Lebensversicherung“, erklärt Hendrik Abbing.

Taucher waren drei Stunden im Einsatz

Kurz nach 11 Uhr hatte die Kreisleitstelle die Taucher in Stadtlohn alarmiert. Per Telefon organisierte Hendrik Abbing als technischer Leiter Einsatz bei der DLRG Stadtlohn dann die Tauchergruppe. „Im Einsatz waren wir schließlich zu Sechst“, erklärt er. Ein Taucher im Wasser, einer in Reserve für den Notfall und vier Helfer an Land. Die Suche begann gegen 13 Uhr, drei Stunden war der Taucher im Wasser. Eine relativ übliche Zeit für so einen Einsatz. Dennoch ist so ein Tauchgang extrem anstrengend: Allein die Ausrüstung wiegt 40 Kilo. „Und die schleppt man dann ja mit über den Grund“, erklärt Hendrik Abbing die Arbeit unter Wasser.

Gefährliche Strömung kurz vor dem Wehr

Die war trotz der geringen Wassertiefe von bis zu 2,5 Metern nicht ungefährlich. Die starke Strömung in Verbindung mit dem Wehr sei die Gefahr für die Taucher: „Man kann angesaugt werden und dann über die Staustufe stürzen“, erklärt er. Diesen Sog spüre man unter Wasser sehr deutlich. Die Berkel sei so knapp vor dem Wehr eben kein gemütlicher Badesee. Das Wehr hatten die Einsatzkräfte deswegen vorab schließen lassen. „Ich konnte sogar durch eine Lücke in den Schotts des Wehr nach draußen auf die Mühlenstraße blicken“, sagt Hendrik Abbing.

Lesen Sie jetzt