Bester Laune waren am Samstagnachmittag Henning Stowermann (l.) und Thorsten Temminghoff (r.) von der Turnierleitung sowie Stadionsprecher Philipp Winhuysen. © Michael Schley
Dodgeball Beach-Cup

Super Wetter, spannende Spiele – alles „mega-entspannt“ beim Beach-Cup-Finale

Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, als die Festivalfans nach langer Partynacht am Samstag früh den Strand stürmten. Alle fieberten dem großen Finale des Dodgeball Beach-Cups 2021 entgegen.

Jeeven Mathai muss als Rheinländer als Frohnatur gelten – und so wollte er die ganz besondere Atmosphäre beim Dodgeball Beach-Cup nicht mehr nur vom Hören-Sagen kennen. Erstmals betritt er am Samstagnachmittag den Strand am Flugplatz Wenningfeld – und zeige sich sofort begeistert: „Meine Frau kommt von hier und hat immer mitgespielt. Das Event ist weltweit bekannt.“

Jennifer Hofer (l.) konnte das frühe Turnier-Aus verschmerzen, mit Mann Matthias und den Kindern Emilia und Lion nutzte sie die freie Zeit am Sandstrand.
Jennifer Hofer (l.) konnte das frühe Turnier-Aus verschmerzen, mit Mann Matthias und den Kindern Emilia und Lion nutzte sie die freie Zeit am Sandstrand. © Michael Schley © Michael Schley

Mit dabei hat er seinen Sohn, ganze 15 Monate alt und damit sicher der jüngste DBC-Fan an diesem Tag. Die nächste Generation steht damit in den Startlöchern.

Beach-Cup-Motto 2021 wird mit Leben gefüllt

Unterdessen lässt Hendrik Kemper, einer der Organisatoren, den Blick von der Bühne über den weiten Strand schweifen – zu den Beats von DJ Rolf Elsing: „Alles wie früher.“ Das super Wetter sei das eine, der Wunsch, endlich wieder Party machen zu können, das andere: „Alle laufen mit einem Grinsen im Gesicht durch die Gegend.“

Schon früh ins Blut übergangen war den Teilnehmern die besondere Eingangskontrolle.
Schon früh ins Blut übergangen war den Teilnehmern die besondere Eingangskontrolle. © Michael Schley © Michael Schley

„Einfach superschön“, erklärt dies Marisa Schmittmann von den „Los Medusas“. „Zurück im Leben“, erinnern ihre Teamkolleginnen an das Motto des Dodgeball Beach-Cups 2021. Dass dies so sein kann, dafür hätten unzählig viele ihren Beitrag geleistet – und dies nur mit zwei Wochen Vorlaufzeit, wie Mitorganisator Martin Bienhüls ergänzt.

Die Abläufe hätte sich schnell eingespielt. „Da haben wir aber auch super Unterstützung von der Polizei, der Stadt, vom Sicherheitsdienst oder auch vom DRK erfahren“, berichtet Hendrik Kemper. Um 15 Uhr trifft er sich mit Vertretern der Polizei am Haupteingang zu einer letzten kurzen Abstimmung, bevor es allmählich in die heiße Phase des Turniers und in den Übergang zum abschließenden Festival Saturday geht.

Jeevan Mathai wollte sich gemeinsam mit dem Nachwuchs endlich einmal selbst vom Beach-Cup-Ambiente überzeugen.
Jeevan Mathai wollte sich gemeinsam mit dem Nachwuchs endlich einmal selbst vom Beach-Cup-Ambiente überzeugen. © Michael Schley © Michael Schley

Am Freitagabend hatte es Engpässe am Eingang gegeben. „Durch zusätzliche Eingänge haben wir dann schnell Druck rausbekommen“, so Kemper. Gut 4000 Festivalfans wollten feiern, die habe man sonst nur am Samstag. Wie die Polizeibeamten berichten, habe man an Freitag und Samstag bisher ganze zwei Anzeigen aufnehmen müssen – dies bei mehreren Tausend Feiernden.

Endlich wieder tanzen dürfen, darüber freuten sich viele der Festivalgäste.
Endlich wieder tanzen dürfen, darüber freuten sich viele der Festivalgäste. © Michael Schley © Michael Schley

Das Partyvolk hatte sich auf die neue 3G-Bedingungen eingestellt, in der linken Hand das Smartphone, den Test- oder den Impfnachweis, in der anderen den Personalausweis – so sah das gewohnte Bild gerade dann aus, wenn die Shuttlebusse Station am Festivalgelände machten.

Lars Kropp (l.) und David Welchert konnten dem frühen Turnierausscheiden auch etwas Gutes abgewinnen.
Lars Kropp (l.) und David Welchert konnten dem frühen Turnierausscheiden auch etwas Gutes abgewinnen. © Michael Schley © Michael Schley

„Alles sehr gut organisiert“, kann Hashem Khaled bestätigen. Professionelle Abläufe erkennt Gerrit Finken. Er fühle sich sicher. Und er muss sich beeilen, mit seinen „Flying Dodgemen“ ist er noch im Rennen in der Hauptrunde.

Eine Prognose, wer am Ende vorn landen wird, will Turnierleiter Henning Stowermann vor den Viertelfinalspielen noch nicht abgeben: „Dadurch, dass wir coronabedingt viele internationale Turnierfavoriten der vergangenen Jahre nicht begrüßen durften, ist das Feld bei den Männern sehr eng.“

Kaum Turnierfavoriten auszumachen

Auf der Rechnung hat er sogar die Routiniers vom „ESI Team Bauchfleisch“, zum zwölften Mal dabei: „Die machen einen starken Eindruck. Sieger der Herzen sind die eh schon wieder.“ Ähnlich spannend gehe es bei den Damen zu. Ein großes Lob hat Stowermann für die Schiedsrichtergilde über – wie alles „mega-entspannt“.

Ohne internationale Konkurrenz ging es auf den sechs Spielfeldern spannend zu wie selten.
Ohne internationale Konkurrenz ging es auf den sechs Spielfeldern spannend zu wie selten. © Michael Schley © Michael Schley

Derweil gönnen sich Lars Kropp und David Welchert schon das Feierabend-Bierchen. Gegen 9 Uhr hätten sie mit den Dodgebusters schon das erste Mal die Platte betreten müssen, am Samstagmittag war nach der Vorrunde Schluss. „Es gibt Schlimmeres“, sagt Lars Kropp – und lacht. Eben frischmachen, dann auf zur Abschlussparty.

„Schlimmer geht immer“ – der Teamname der Mannschaft von Jennifer Hofer fügt sich nahtlos an. Die Nordvelenerin ist zum zweiten Mal dabei – und nach frühem Turnier-Aus hat sie nun Zeit, Mann Matthias und den Kindern Emilia und Lion das besondere Gefühl des Beach-Cups näherzubringen. Den Kids gefällt der überdimensionale Sandkasten.

Diejenigen, die nicht mehr um die Krone ringen, sind mit den Gedanken schon am Abend. Die Reihen lichten sich – vorübergehend.

Nach einem Jahr Corona-Pause konnte Mitorganisator Hendrik Kemper (r.) mit Jacko Zieverink, Frontman der Band Jackfire, auch einen den vielen Dauergäste begrüßen.
Nach einem Jahr Corona-Pause konnte Mitorganisator Hendrik Kemper (r.) mit Jacko Zieverink, Frontman der Band Jackfire, auch einen den vielen Dauergäste begrüßen. © Michael Schley © Michael Schley

Dabei war um 11 Uhr der Strand schon wieder sehr gut gefüllt nach langer Partynacht. „Die ersten standen um 8 Uhr schon wieder vor dem Tor“, weiß Hendrik Kemper zu berichten. Und er wiederholt noch einmal warum: „Alle sind einfach happy, wieder feiern zu können.“

Nach spannenden Spielen hatten am Ende die „Dumble Dodgers
Nach spannenden Spielen hatten am Ende die „Dumble Dodgers“ bei den Damen und die Tennenpenner in der Herren-/Mixedkonkurrenz die Nase vorne. © Andre Heming © Andre Heming

Übrigens: Die Pokale nahmen am Ende die „Dumble Dodgers“ bei den Damen und die Tennenpenner bei den Herren mit in den Festival Saturday.

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