SuS Stadtlohn möchte für 346000 Euro neues Gebäude errichten

Noch viele Fragen offen

STADTLOHN Nicht dem üblichen Standard entsprechen Toiletten und Umkleiden beim Spiel- und Sportverein 19/20 Stadtlohn (SuS) im "hülsta Sportpark". Dies beklagt der Sportverein in einem Schreiben an die Stadt.

von von Katrin Herbers

, 06.07.2009, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

WC-Anlagen und Kabinen seien nach 35 Jahren völlig veraltet und nur noch bedingt gebrauchsbereit, das Gebäude nicht isoliert, Fenster nur einfachverglast und in den Kabinen komme es zu Schimmelbildung, schildern die Zuständigen den schlechten Zustand. Ein neues, zweigeschossiges Gebäude neben dem Vereinstreff "Kiek es drin" soll einen Kabinentrakt nebst Toilettenanlage und Behinderten-WC beherbergen. Im Obergeschoss ist langfristig ein Übungsraum geplant, der im Wesentlichen vom Gesundheitssport genutzt werden soll.

Raumnot begegnen

So könne dem räumlichen Engpass begegnet werden. Denn: "Ausgebildete Übungsleiter stehen zur Verfügung, nicht aber die geeigneten Räumlichkeiten", heißt es in dem Schreiben. Die vorhandenen Umkleidekabinen sollen als Abstellräume dienen. Ideen zur Um- und Neugestaltung hat der Verein zur Genüge. Was ihm fehlt ist das nötige Kapital, um die Pläne zu realisieren.

Dieses wird es nach Beratschlagung im jüngsten Sportausschuss auch nicht auf die Schnelle geben. Immerhin 346 000 Euro an Baukosten hat der Verein veranschlagt. Davon sollen 66 000 Euro in Eigenleistung und in Zukunft sämtliche Energie- und Instandhaltungskosten übernommen werden. Blieben 280 000 Euro als Zuschuss der Stadt. Zwar haben die Ausschussmitglieder die Pläne nicht abgelehnt, doch erst einmal die Bremse getreten. Einstimmig haben sie die Verwaltung beauftragt, den Antrag des SuS baufachlich zu prüfen und Gespräche mit dem Verein über die Finanzierung der Baumaßnahme zu führen. Denn viele Fragen seien noch offen - unter anderem fehlten noch Angaben zur Höhe der Einrichtungskosten und deren Finanzierung. Fraglich erscheine auch die Höhe der Baukosten, erklärte die Verwaltung in der entsprechenden Vorlage. Vor einer Entscheidungsfindung seien weitere Alternativangebote zu deren Höhe einzuholen.

Höchstens 200 000 Euro

Außerdem sollte mit dem Verein nach alternativen Finanzierungsmodellen gesucht werden. Die CDU unterbreitete den Vorschlag zu prüfen, ob die 300 000 Euro, die für Sanierungsmaßnahmen im Sport-Bereich in den Haushalt eingestellt sind, durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II auf 500 000 Euro aufgestockt werden könnten. Diese waren zunächst für die Herta-Lebenstein-Realschule vorgesehen, die nun Gelder aus dem Investitionspaket erhalte. Allerdings sollte der städtische Zuschuss für die Sportvereine - so der mehrheitlich von der CDU gefasste Beschluss bei zwei Nein-Stimmen der SPD und fünf Enthaltungen - nicht mehr als Zweidrittel der Kosten, maximal 200 000 Euro betragen.

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