Läufer in Stadtlohn müssen sich noch gedulden. Die Tartanbahn (Symbolbild) ist zwar schon lange beschlossene Sache, aber die Fördergelder ließen lange auf sich warten. © picture alliance/dpa
Millionen-Investition

Tartanbahn und Wasserlandschaft sollen nach „Ehrenrunde“ gebaut werden

Läufer brauchen einen langen Atem. Politik und Verwaltung auch. In Stadtlohn warten die Tartanbahn für das Losbergstadion und die Wasserlandschaft schon seit 2018 auf Zuschüsse vom Bund.

Seit 2018 hofft die Stadt Stadtlohn auf millionenschwere Zuschüsse für die Sanierung von Sportanlagen und den Bau einer Wasserlandschaft für Kinder im Freibad. Unter der Überschrift „Sportpark am Losberg“ hatte die Stadt 2018 ein ganzes Paket geschnürt, mit dem Stadtlohn ins Rennen um die Fördermittel aus Berlin ging:

  • Das Freibad soll eine neue Wasserlandschaft für Kinder erhalten.
  • Die Glasfront des Hallenbades und der Eingangsbereich des Bades sollen erneuert werden.
  • Die Aschebahn im Losbergstadion soll durch eine Tartanbahn ersetzt werden.
  • Der Rasenplatz im Losbergstadion soll erneuert werden.

Im Rennen um die Fördermittel ging Stadtlohn aber im ersten Durchlauf leer aus. Es gab viel mehr Interessenten als Geld im Fördertopf. „Aber wir sind 2020 eine Runde weitergekommen“, sagte Kämmerer Matthias Wesker in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Hoffnung lebt.

Nach 2018 wurden die Fördermittel wiederholt aufgestockt, um weitere Projektideen umsetzen zu können. Zuletzt erfolgte eine Aufstockung um bundesweit 200 Millionen Euro als Teil des Konjunkturpaketes. Im September 2020 fiel die erlösende Entscheidung: Die „Interessensbekundung der Stadt Stadtlohn aus dem Jahr 2018 wurde berücksichtigt. Die Stadt Stadtlohn kann mit einer Förderung in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro rechnen.

Rat entscheidet in seiner Juni-Sitzung

Jetzt ist Stadtlohn wieder am Zug. Denn die Sanierung der Sportanlagen gibt es nicht geschenkt. Zusätzlich 1,5 Millionen Euro muss die Stadt bis 2025 aus eigenen Mitteln bereitstellen. Darüber entscheidet der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 23. Juni.

Zweifel an der Zustimmung gibt es nicht. Im Haupt- und Finanzausschuss signalisierten alle Fraktionen einmütig ihre Zustimmung, auch wenn Thomas Oing anmerkte: „Die Kostenschätzungen von 2018 hauen ja wohl nicht mehr hin. Wir werden entscheiden müssen, welche Maßnahmen wir priorisieren.“

Auch Hendrik Hardeweg (CDU) machte sich Gedanken um die Kostenschätzungen. „Inwieweit sind die Zahlen noch belastbar?“, fragte er und fügte hinzu: „Im Grundsatz stehen wir der Sache positiv gegenüber.“

Vonseiten der Verwaltung hieß es dazu, man habe 2018 die Kosten „großzügig geschätzt“. Außerdem sei der Ansatz für die Gesamtkosten um zehn Prozent auf 2,75 Millionen Euro erhöht worden. Auch sei eine ursprünglich im Antrag enthaltene Sanierungsmaßnahme am Hallenbad nicht mehr im Förderprogramm enthalten. Im weiteren Verfahrensverlauf müssten die Kostenschätzungen aber noch aktualisiert werden. Die Details sollen noch im Bauausschuss besprochen werden.

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Redaktion Ahaus
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