Unbekannte wüten auf dem Waldgelände der Kita St. Marien

hzVandalismus

Seit vier Jahren gibt es die Waldgruppe des Kindergartens St. Marien. Das Areal im Bockwinkel wurde vermutlich über Ostern von Unbekannten aufgesucht. Das Ergebnis ist ein Fall für die Polizei.

05.05.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verwüstet, zerstört, gestohlen. Verwüstet wurde über die Osterfeiertage das Areal der Waldgruppe des Kindergartens St. Marien im Bockwinkel. Zerstört wurden dabei vor allem von den Kindern geschaffene Kunstwerke. Gestohlen wurde Material für den Bau einer Hütte.

Was sich vor gut drei Wochen auf der gut 1000 Quadratmeter großen Fläche abgespielt hat, ist ein Fall für die Polizei. Kinder, Eltern und Erzieher der Waldgruppe hoffen, dass die Verantwortlichen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.

Zerstörte Kunstwerke

„Über die Osterfeiertage ist hier einiges durcheinander gebracht worden“, umschreibt Einrichtungsleiterin Astrid Hanke bei einem Ortstermin mit milden Worten, was vor allem die Kindergartenkinder hart trifft.

Die elf Jungen und Mädchen der Waldgruppe hätten den Schaden noch nicht gesehen – die Waldgruppe ist wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen. „Sie werden sicher enttäuscht sein“, sagt Gruppenleiterin Tanja Könning. Für Erwachsene handele es sich bei den zerstörten Skulpturen nicht um große materielle Werte, ‚“für die Kinder ist das aber ein großer ideeller Wert.“ Sie hätten die Kunstwerke aus Holz selbst geschreinert und getischlert.

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Auf dem Areal fanden sich nach Ostern leere Bierflaschen und Zigarettenkippen. Ein Hinweis, dass es sich mindestens um jugendliche Täter gehandelt haben muss. „Hier war alles auf links“, sagt Astrid Hanke über den Moment, als sie den Schaden sah. Tische waren umgeworfen und demoliert worden, so gut wie nichts stand am angestammten Platz. Gestohlen wurden etliche Holzpaletten, die für den Bau einer Materialhütte bestimmt waren.

Der Kindergarten erstattete Anzeige bei der Polizei. „Ich habe mit dem Revier in Ahaus telefoniert. Die Beamten wollen hier nun des Öfteren vorbeifahren“, berichtet Astrid Hanke. Auch die Erzieherinnen werden verstärkt auf ihren Platz in der Natur achten, ebenso die Eltern der Kita-Kinder.

Müll hinterlassen

Die Waldgruppe des Kindergartens St. Marien gibt es seit dem Sommer 2016. Von größeren Fällen von Vandalismus ist die Einrichtung bislang verschont geblieben. Allerdings hinterließen Zeitgenossen schon mehrere Male leere Bierflaschen und Müll.

„Es scheint wohl so zu sein, dass nicht alle wissen, dass es sich hier um ein privates Grundstück handelt“, sagt Astrid Hanke. Das Wäldchen im Bockwinkel werde wohl als öffentlicher Platz gesehen. „Aber wir wollen ihn nicht einzäunen.“ Frei in der Natur unterwegs zu sein, das habe einen ganz anderen pädagogischen Charakter. „Was ist das für ein Umgang mit uns?“ fragt Astrid Hanke in Richtung der Täter.

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