Unfallschwerpunkte: Zwei Bereiche in Stadtlohn sind besonders kritisch

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103 Mal hat es 2019 auf Stadtlohner Straßen gekracht. 112 Menschen wurden dabei verletzt. Zwei Bereiche im Stadtgebiet bergen dabei ein erhöhtes Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden.

Stadtlohn

, 02.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Unfallstatistik meinte es mit Stadtlohn 2019 nicht gut. Die Zahl der Unfälle ist so stark wie kaum einer anderen Kommune im Kreis gestiegen. Auch bei einer gemeinsamen Statistik von Bund und Ländern kommt Stadtlohn nicht gut weg. Einige Unfallschwerpunkte sind unverkennbar. An Lösungen wird bereits gearbeitet. Für andere hat die Polizei gute Tipps parat.

Rote Punkte sind praktisch über die gesamte Stadtlohner Karte in der Bund-Länder-Statistik verteilt. Dazu einige Straßenabschnitte blau und gelb markiert. Jeder Punkt steht für einen Unfall mit Personenschaden 2019. Ein blauer Straßenabschnitt steht für einen Unfall mit Personenschaden in zwei Fällen, gelbe für drei bis fünf Fälle.

Es gibt zwei Unfallschwerpunkte

Aber schon auf den ersten Blick zeigt sich: Es gibt zwei gelbe Bereiche in Stadtlohn. Potenzielle Gefahrenstellen. Zumindest 2019. Übrigens hat es im vergangenen Jahr 103 (2018: 87) Mal auf Stadtlohner Straßen gekracht. Dementsprechend ist auch die Zahl der Menschen, die bei einem Unfall verletzt wurden, gestiegen: von 90 auf 112.

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Unter anderem springt der Bereich Weerseloer Straße, Siemensstraße, Eschstraße bis hin zur Hegebrockstraße ins Auge (Kreisverkehr und Kreuzung). Zahlreiche rote Punkte sind auf der Karte eingezeichnet. Laut Statistik waren sowohl Rad- als auch Autofahrer an den dortigen Unfällen beteiligt. Wie es zu den Unfällen kam, ist jedoch nicht ersichtlich.

Ein Kreisverkehrs birgt für Radfahrer Risiken

Fakt ist aber, das gerade Kreisverkehre laut Polizei für Radfahrer Risiken bergen können, wenn einige Regeln nicht beachtet werden. Dazu gehört beispielsweise, mit dem Rad nicht über den Fußweg zu fahren und dann eine Ausfahrt zu überqueren.

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Ganz davon abgesehen, dass ein Fußweg ohnehin nur für Fußgänger ist, sagt Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde: „Radfahrer sollten immer auf der Fahrbahn mit den Autos fahren.“ Oder aber, so vorhanden, auf dem eigens dafür eingezeichneten Radstreifen im Kreisverkehr.

Ein Kreisverkehr bringt auch Vorteile mit sich

Hintergrund: „Radfahrer werden leider schnell übersehen, erst recht, wenn sie auf dem Gehweg unterwegs sind.“ Darüberhinaus sollte jeder Radfahrer einen Helm und Kleidung tragen, die die Sichtbarkeit erhöht. Ebenso gilt es das Licht anzumachen. „Leider ist ein in einen Unfall verwickelter Radfahrer fast immer verletzt“, so Frank Rentmeister. Das wurde 2019 laut Statistik auch in Stadtlohn deutlich.

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Vorteil Kreisverkehr: Das Tempo der Autos ist weniger hoch als auf einer Kreuzung. Die Wucht eines Aufpralls im Falle eines Unfalles also deutlich geringer. Zudem ist ein Kreisverkehr je nach Größe durchaus effizienter, wenn es um die Regelung der Verkehrsströme geht.

Es soll etwas passieren am Knotenpunkt

Genau deshalb soll am Knotenpunkt Grabenstraße/Pfeifenofen beim Kaufhaus Berken etwas passieren.Nicht nur die Kreuzung, auf der es gerne mal zu einem Rückstau kommt, sondern auch die Grabenstraße als solche gilt als Unfallschwerpunkt in Stadtlohn.


Bis zur Höhe der Vredener Straße ist die farbliche Markierung in der Statistik gelb, sechs rote Punkte für sechs Unfälle mit Personenschaden in 2019 sind eingezeichnet. Autos, Radfahrer und Fußgänger waren involviert.

Die Lösung soll etwas größer ausfallen

Schon lange ist jener Kreuzungsbereich vielen Stadtlohnern ein Dorn im Auge. Ein Kreisverkehr soll her, noch dazu ein großzügig angelegter. „Die Stadt hat dafür bereits erste Grundstücke erworben. Wir sind auch mit Straßen.NRW im Gespräch“, sagt Erster Beigeordneter Günter Wewers auf Anfrage.

„Wir wollen dort die verkehrliche Situation entlasten und eine für alle Verkehrsteilnehmer sichere Lösung schaffen“, erklärt Wewers. Genau darum soll die Lösung auch „größer ausfallen“.

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