Kreisverkehr in Stadtlohn an der Grabenstraße soll jetzt doch konkret angegangen werden

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Die Stadt Stadtlohn will einen Kreisverkehr für den Verkehrsknotenpunkt Grabenstraße/Pfeifenofen. Dafür hat der Bauausschuss einstimmig votiert. Ob und wann er kommt, ist aber noch ungewiss.

Stadtlohn

, 27.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einstimmig hat sich am Dienstagabend der Planungs- und Bauausschuss dafür ausgesprochen, Planungen für den Bau eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Grabenstraße/Pfeifenofen anzugehen. Die FDP hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. „Wir müssen das Thema vorantreiben und die Planungskosten in den Haushalt einstellen“, so begründete Dr. Albert Daniels (FDP) den Vorstoß der Liberalen.

Umgehungsstraße lässt noch auf sich warten

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Bernd Schöning ging noch weiter in die Tiefe: Nach Gutachtermeinung könne Stadtlohn nicht mit einer Entlastung bei den Verkehrsströmen rechnen. „Die Umgehungsstraße kommt mittelfristig nicht, weder in der West- noch in der Ostvariante.“

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Otger Harks, Fraktionsvorsitzender der SPD, unterstützte den FDP-Vorstoß im Grundsatz. „Stadtlohn ist ein Nadelöhr auf dem Weg von Ahaus nach Borken. Über 12.000 Fahrzeuge passieren tagtäglich die Kreuzung. Und genau hier staut es sich zu Spitzenzeiten. Wir wollen alle schon lange einen Umbau und einen besseren Verkehrsfluss.“ Allerdings, so betonte Harks, sei das Land NRW Baulastträger. Die Entscheidung über den Umbau, falle daher nicht in Stadtlohn. Darum dürfe Stadtlohn auch nicht einseitig in finanzielle Vorleistung gehen.

Gutachter: Kreisverkehr ist leistungsfähiger

Ein Gutachterbüro hatte im Sommer ein Verkehrsmodell vorgelegt. Danach würde sich die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes durch einen Kreisverkehr wesentlich verbessern. Clemens Kloster, sachkundiger Bürger, wunderte sich darüber: Nach früheren Planungen sei doch eine Ampelkreuzung leistungsfähiger als ein Kreisverkehr, unter anderem weil dort Fußgänger und Radfahrer den Verkehrsfluss bremsten.

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Das seien alte Pläne, die nicht mehr auf der Höhe der Zeit seien, erklärte Otger Harks. „Der Lkw-Verkehr in Stadtlohn hat dank der Autobahn stark abgenommen. Daher gelten heute ganz andere Voraussetzungen. Außerdem werden die Kreisverkehre technisch heute anders gestaltet.“ Aus diesem gingen Experten heute von einem besseren Verkehrsfluss bei Kreisverkehren aus.

Verwaltung führt Gespräche

Die Verwaltung führt bereits unverbindliche Gespräche mit den Anliegern, um die Realisierungschancen zu ermitteln. Schließlich müssen für einen Kreisverkehrsbau noch zusätzliche Flächen erworben werden. Gespräche mit den Straßenbaulastträgern hat die Stadt noch nicht geführt. Das wird sich jetzt ändern.

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