Wird es in diesem Jahr wieder solch eine tolle Atmosphäre geben wie zuletzt beim Weihnachtsmarkt vor zwei Jahren? © Markus Gehring
Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte auf der Kippe: Was plant man in Stadtlohn?

Überall bangen Organisatoren wie Beschicker erneut um ihre Weihnachtsmärkte. Südlohn hat seine Märkte am Mittwoch abgesagt. Können die Stadtlohner noch auf ihren Feierabend-Glühwein hoffen?

In Stadtlohn laufen die Planungen für den traditionellen Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr vom 10. bis zum 12. Dezember stattfinden soll – trotz Corona und sich überschlagender Ereignisse rund um die Pandemie. Wie stehen die Chancen, dass in diesem Jahr wieder die besinnliche Weihnachtsmarktstimmung aufkommen kann, die Corona letztes Jahr jäh zerstört hatte?

Kann das Lichterfest stattfinden? Die Veranstalter Marcel Bibow, Daniel Liemann und Helmut Willemsen lassen die Entscheidung noch offen.
Kann das Lichterfest stattfinden? Die Veranstalter Marcel Bibow, Daniel Liemann und Helmut Willemsen lassen die Entscheidung noch offen. © Rottmann, Sabrina © Rottmann, Sabrina

„Wir orientieren uns an den aktuellen Regeln“, sagt Martin Auras vom Stadtmarketing, wo die Planungen weiterlaufen. Bis zum 10. Dezember sei es aber noch lange hin. Niemand könne zum aktuellen Zeitpunkt daher sichere Aussagen für die Zeit zwischen dem 10. und 12. Dezember treffen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

„Wir würden uns aber freuen, den Markt anbieten zu können“, betont Günter Wewers, Erster Beigeordneter der Stadt Stadtlohn. Die Planungen seien „ganz normal im Fluss“, selbstverständlich aber immer mit der Sicherheit von Ausstellern wie Besuchern ganz oben auf der Prioritätenliste.

Im Kreis Borken ist man indes wohl bemüht, einen gemeinsamen Kurs zu finden. Am Freitag sollen bei einem Treffen mit den Bürgermeistern aller 17 Kommunen auch die Weihnachtsmärkte ein Thema sein. „Es soll geklärt werden, ob man kreisweit etwas Gemeinsames macht“, so Wewers.

Was ist sinnvoll und verantwortbar, welche Vorsichtsmaßnahmen sind nötig und ist die Umsetzung überhaupt realisierbar? All dies sind Fragen und Probleme, die gerade viele Veranstalter umtreiben.

Weihnachtszauber im Wenninghof?

Auch das Lichterfest mit Weihnachtsmarkt im Wenninghof steht erneut auf der Kippe, nachdem es pandemiebedingt schon im letzten Jahr ausgefallen war. Geplant ist die von Marcel Bibow, Daniel Liemann und Helmut Willemsen organisierte Veranstaltung vom 26. November bis zum 28. November.

Versprochen sind Live-Musik, Leckereien und viele handgemachte Schätze, die alle Gäste in eine ganz besondere Vorweihnachtsstimmung versetzen sollen. Ein ganz besonderes Familienevent für den guten Zweck auf die Beine zu stellen, das die Stadtlohner zusammenbringt, ist das erklärte Ziel des Organisationsteams. „Das ist für uns einfach eine echte Herzensangelegenheit, auf die wir uns sehr freuen“, sagen Helmut Willemsen, Marcel Bibow und Daniel Liemann.

Kann das Lichterfest stattfinden? Die Veranstalter Marcel Bibow, Daniel Liemann und Helmut Willemsen lassen die Entscheidung noch offen.
Kann das Lichterfest stattfinden? Die Veranstalter Marcel Bibow, Daniel Liemann und Helmut Willemsen lassen die Entscheidung noch offen. © Rottmann, Sabrina © Rottmann, Sabrina

Ob und wie unter anderem das geplante Kinderprogramm und das gemütliche Beisammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot und Feuerzangenbowle umsetzbar sind, wird in einem Beratungsgespräch des Teams morgen geklärt.

Nur mit Regeln

Klar ist, dass es Regeln geben wird. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte nach einer Kabinettssitzung erklärt, ab der kommenden Woche den gesamten Freizeitbereich zum 2G-Bereich erklären zu lassen. Dazu zählen neben Restaurants und Fußballstadien eben auch die Weihnachtsmärkte.

Diskutiert wird auch eine weitere Verschärfung, allerdings wohl nur für Innenräume. In Bereichen wie Diskotheken, Clubs, bei Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz sowie bei Karnevals- und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen müssten die Geimpften und Genesenen dann zusätzlich einen nicht länger als 24 Stunden zurückliegenden PCR-Test oder einen maximal sechs Stunden zuvor gemachten Schnelltest vorweisen können.

Optimismus in Stadtlohn

In Stadtlohn möchte man vorbereitet sein, um den Weihnachtsmarkt so besinnlich und schön, aber auch so sicher wie möglich durchführen zu können. „Wir stehen dazu mit den Ausstellern im Dialog“, versichert Stadtmarketing-Chef Auras. Mit dieser doch recht optimistischen und pragmatischen Sichtweise gehe die Stadt auch in die Bürgermeisterrunde am Freitag, so Wewers.

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