Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer: „Tischlein deck dich“ und Co. stellen Betrieb ein

hzEhrenamt in Stadtlohn

Auch die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer ist von dem Coronavirus betroffen. In Stadtlohn haben einige Einrichtungen den Betrieb eingestellt - vor allem um eine Risikogruppe zu schützen.

Stadtlohn

, 22.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus betrifft immer größere Teile des Lebens jedes Bürgers und jeder Bürgerin. Gaststätten, Kinos und andere Betriebe sind längst geschlossen oder müssen früher schließen. Auch der Stadtlohner Verein „Tischlein deck dich“ hat nun Konsequenzen gezogen.

„Wir haben beschlossen, bis zum 19. April den Betrieb einzustellen“, sagt Rudolf Kleyboldt, zweiter Vorsitzender des Vereins. Die Entscheidung sei „aus Rücksicht gegenüber Ehrenamtlichen“ getroffen worden, um vor allem die eigenen ehrenamtlichen Mitarbeiter zu schützen. Denn die meisten Helfer gehören aufgrund ihres Alters selbst zur Risikogruppe, der aktuell besonders geraten wird, soziale Kontakte zu meiden.

„Hungern braucht sicher niemand in unserem Land“

Außerdem ist sich Kleyboldt sicher, dass niemand in Stadtlohn hungern muss, weil „Tischlein deck dich“ seine Arbeit für einige Zeit einstellt. „In Einzelfällen kann geholfen werden, wenn dringender Bedarf besteht“, sagt er. Dann könne sich nämlich immer noch an „Familien in Not“ oder das Sozialamt gewendet werden. „Hungern braucht sicher niemand in unserem Land“, erklärt er mit Blick auf andere Einrichtungen.

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Die Arbeit des gemeinnützigen Vereins sei aber nicht unterbrochen worden, weil es einen deutlichen Rückgang der Spenden gegeben hat, sagt er. Am letzten Freitag, 13. März, an dem sie noch Lebensmittel verteilt hatten, habe es nur ein kleines bisschen weniger Spenden als sonst gegeben. „Es war nicht signifikant weniger“, erklärt Rudolf Kleyboldt.

Doch die Entwicklungen der letzten Tage sorgten dann eben doch für eine zeitweise Einstellung der Arbeit. Die Entscheidung habe nicht viel Zeit benötigt. „Das war schnell beschlossen“, so Kleyboldt. Erst sei aber sogar noch darüber diskutiert worden, die Öffnungszeiten zu verlängern, um besser helfen zu können. Letztendlich ging es dann ganz schnell aber doch in die komplett andere Richtung.

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Auch die Möbelkiste, der kleine Möbelladen von der Pfarrgemeinde St. Otger in der Owweringschule, bleibt vorerst geschlossen. Genauso wie die Kleiderstube an der Töpferstraße. Beide Einrichtungen stellen ihre Arbeit ebenfalls vorerst bis zum 19. April ein.

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