Zwei neue Gesichter im Team Jugendarbeit des Jugendwerks Stadtlohn

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„Das Jahr 2020 ist das Jahr der Neuerungen“, sagt Eva Vehring. Die pädagogische Leiterin des Jugendwerks Stadtlohn nennt Corona an erster Stelle. Aber es gibt auch freundliche neue Gesichter.

Stadtlohn

, 04.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nichts ist beständiger als der Wandel. Diese Weisheit gilt vor allem auch für die Jugendarbeit. In diesem Jahr hat Corona alles auf dem Kopf gestellt. Das Jugendwerk Stadtlohn hat sich auf die Jugendarbeit mit Abstand eingestellt. Und das Jugendwerk hat sich auch jenseits der Pandemie personell neu aufgestellt.

Zwei neue Gesichter prägen künftig die Aufsuchende Jugendarbeit und das Schülercafé Jump in: Joke Schnieder (24) und Anna Bancken (25) sind „die Neuen“. Eva Vehring, die pädagogische Leiterin des Jugendwerks, und Klaus-Dieter Weßing, der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, haben die beiden Sozialarbeiterinnen vorgestellt. Beide versprühen viel Tatendrang.

„Corona liegt allen auf der Seele“

Anna Bancken kommt aus Asbeck. Sie hat Soziale Arbeit in Paderborn studiert und im Frühjahr pünktlich zum Lockdown die Verantwortung für das Schülercafé Jump In an der Dufkampstraße übernommen. Als „superspannend“ bezeichnet sie ihr neues Arbeitsfeld, das allerdings massiv vom Coronavirus überschattet wird. „Corona liegt allen irgendwie auf der Seele. Das ist in vielen Gesprächen ein Thema. Keiner weiß, wohin mit sich“, sagt Anna Bancken.

Eva Vehring fügt hinzu: „Die Jugendlichen haben jetzt richtig Stress in der Schule, weil sie ja vieles nachholen müssen. Und Corona verstärkt noch die Orientierungslosigkeit, die Jugendliche ja ohnehin oft haben.“ Corona hat auch ganz praktische Auswirkungen auf den Schüler-Café-Betrieb.

Spontaneität ist stark eingeschränkt

„Es dürfen maximal zehn Leute mit Anmeldung kommen. Damit geht das verloren, was einen offenen Jugendtreff ausmacht, nämlich der spontane Besuch, um Leute zu treffen“, sagt Anna Bancken. Sie hat die Leitung des Schülercafés von Philipp Winhuysen übernommen, der ins Team Schulzsozialarbeit wechselt.

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Joke Schnieder kümmert sich seit September um die Aufsuchende Jugendarbeit in Stadtlohn. Sie ist Nachfolgerin von Anja Terwei und übernimmt auch deren Tanzgruppe. Anja Terwei ist in Mutterschutz und Elternzeit gegangen. Joke Schnieder ist Gescheranerin und hat an der Saxion-Hochschule in Enschede Soziale Arbeit studiert.

„Lobby“ soll ein Wohnzimmer für Gespräche werden

Stadtlohn kennt die 24-Jährige bereits bestens: Als Bufdi arbeitete sie 2015 zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise in der Stadtlohner Flüchtlingshilfe mit. Es folgten später Praktika im Jugendwerk. Joke Schnieder kennt auch bereits die informellen Treffpunkte der Jugendlichen im Losbergpark an der Musikschule, am Wenninghof oder an der Stadthalle.

Die 14- bis 18-Jährigen zählen zur ihrer Hauptzielgruppe. Wenn sie nicht in der Stadt unterwegs ist, können die Jugendlichen ihre Ansprechpartnerin in der „Lobby“ am Busbahnhof erreichen. Der Treffpunkt wird jetzt renoviert. Joke Schnieder hat eine klare Vorstellung: „Wohnzimmeratmosphäre soll den passenden Rahmen für Gespräche bilden.“

Schulsozialarbeit wird auf Grundschulen ausgedehnt

Mit den beiden neuen Sozialarbeiterin ist das vierköpfige Team Jugendarbeit wieder komplett. Neben Eva Vehring, Joke Schnieder und Anna Bancken gehört auch Valerina Fischer dazu, die schon seit längerer Zeit das Intergrationsprojekt „Gemeinsam lernen“ betreut.

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Philipp Winhuysen, der bislang das Schülercafé betreute, ist vom Team Jugendarbeit ins Team Schulsozialarbeit gewechselt, das er zusammen mit Svenja Rawert bildet. Das Team wird im November auf drei Sozialarbeiter aufgestockt und dann auch an allen vier Grundschulen tätig sein. „Die dritte Stelle ist schon besetzt, es muss nur noch der Vertrag unterschrieben werden“, sagt Fachbereichsleiter Klaus-Dieter Weßing.

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