Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichte im Beisein von Stephan Kemper (l.) und Ulrich von Bruchhausen (beide Städtebaudezernat der Bezirksregierung Münster) den Förderbescheid an Südlohns Bürgermeister Werner Stödtke (2.v.r.). © Bezirksregierung Münster
Innenstadtförderung

50.000 Euro gegen den Leerstand: Südlohn erhält Starthilfe für Start-Ups

Einen Förderbescheid über rund 50.000 Euro hat die Gemeinde Südlohn zur Stärkung der Ortsmitten erhalten. Gerade Start-Ups im Bereich Medien oder Unterhaltungselektronik sollen unterstützt werden.

Leerstand wird auch in Südlohn und Oeding zu einem Problem. Nun gibt es finanzielle Unterstützung, um diesen zu bekämpfen. Knapp 50.000 Euro lässt das Land NRW der Gemeinde aus dem Landessofortprogramm „Stärkung der Innenstädte“ zukommen. Exakt sind es 49.896 Euro von der Bezirksregierung Münster – und damit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 55.440 Euro.

Gegenstand der Förderung ist die Stärkung der Ortsteile Südlohn und Oeding als multifunktionaler Ort für Handel, Dienstleistungen, Wohnen, Kultur, Bildung und Freizeit. Der Einzelhandel soll so qualitativ und quantitativ gestärkt und dem derzeitigen Leerstand entgegengewirkt werden. „Beispielsweise sollen Start-Ups im Bereich Medien oder Unterhaltungselektronik neue Impulse setzen“, erklärt Markus Lask, Leiter der Facheinheit Zentrale Dienste. Den Förderbescheid übergab Regierungspräsidentin Dorothee Feller am Mittwoch an Bürgermeister Werner Stödtke.

Anzahl der Einzelhandelsbetriebe geht zurück

Die Förderung knüpft unter anderem an die Ergebnisse des Einzelhandelskonzepts (EHK) an, welches aus dem Juli 2020 stammt. Schon in den Leitlinien des Konzeptes wird hervorgehoben, dass die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe in der Gemeinde immer weiter zurückgeht. Dabei spiele sicher auch die direkte Lage an der Grenze zu den Niederlanden und die Nähe zu den Mittelzentren Borken und Stadtlohn eine Rolle.

Deshalb kommt das EHK auch zu dem Schluss, dass das Einzelhandelsangebot in der Gemeinde Südlohn zukünftig qualitativ und quantitativ zu stärken und weiterzuentwickeln sei. Das Förderprogramm kann diesen Prozess nun beschleunigen.

Längerfristige Geschäftsmodelle sollen ermöglicht werden

Konkret: Im Ortskern von Südlohn sei coronabedingt ein Leerstand entstanden, bei dem der Eigentümer und vormalige Ladennutzer sowie die Gemeinde Südlohn befürchten, diesen nicht auf dem „freien“ Markt vermarkten zu können, heißt im Förderantrag. Gerade die exponierte, ortsbildprägende Lage sorge hier für einen hohen Handlungsdruck, um weitere negative Auswirkungen auf den Ortskern zu vermeiden. Gerne würde die Gemeinde Südlohn „Start-Ups“ in diesem Leerstand die Möglichkeit geben, ein längerfristiges Geschäftsmodell aufzubauen.

Sehr gut könnte man sich eben dort zum Beispiel „Start-Ups“ im Bereich der „Neuen Medien“ oder der Unterhaltungselektronik vorstellen, da diese in Südlohn stark unterpräsentiert sind. Diese Lösung sei auch für einen Leerstand in der Ortsmitte von Oeding denkbar. „Erste Vorgespräche sind mit den Eigentümern jeweils dahingehend bereits erfolgt“, erklärt Markus Lask.

Insgesamt wurden 25 Förderbescheide aus dem Sofortprogramm zur Stärkung von Innenstädten und Zentren des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 4.888.107 Euro ausgegeben. Die jetzt erteilten Bewilligungen kommen aus der zweiten Förderphase des Sofortprogramms. Schon Ende 2020 wurden zahlreiche Kommunen im Regierungsbezirk zur Entwicklung ihrer Innenstädte unterstützt. Einige erhalten aufgrund der positiven Effekte bereits einen zweiten Förderbescheid.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat für Herbst 2021 eine dritte Förderphase für Innenstadtprojekte angekündigt, für die sich die Städte und Gemeinden mit neuen Projekten anmelden können.

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