70 Darts-Jünger lassen im Dorfkrug die Pfeile fliegen

hzDart-Turnier

Auch die zweite Auflage des großen Dart-Turniers im Dorfkrug ist auf riesige Resonanz gestoßen. Aus dem ganzen Kreis kamen Sportler nach Oeding.

Südlohn

, 18.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mütze“ heißt im wirklichen Leben Michael Kriesel. Aber in der Dart-Szene ist er mit diesem Namen eher weniger bekannt. „Mütze“ heißt so, weil er stets und ständig eine solche auf dem Kopf trägt. Conny Wanders, die auch zum heimischen Dart-Team „Killer Mosquitos“ gehört, behauptet: „Die Mütze ist Okay. Ohne sieht er älter aus.“

Neuauflage

Die Stimmung ist gut. Zum Team gehören an diesem Samstagnachmittag auch noch Markus Kappenhagen, Klaus Wanders und Heike Ebbert, die Wirtin des Dorfkruges. Und eigentlich fünf weitere Spieler, die aber am Samstag fehlen. Im Dorfkrug findet das zweite große Dart-Turnier statt. Nach langen Jahren der „Dürre“ hatte vor fast einem Jahr die Premiere stattgefunden. Und die war so erfolgreich, dass nun eine Neuauflage ansteht – mit ebensolcher Resonanz aus dem gesamten Kreisgebiet. Wieder wollen mehr als 70 Darts-Jünger in mehreren Wettbewerben ihre Besten küren.

Turnierleitung

Die Turnierleitung liegt in bewährten Händen: „Sunny“ Kloster aus Gescher und Anton Schäfer aus Oeding sind die Ruhe selbst beim Auswerten der Duelle an den vier Automaten-Scheiben im Saal. Nur bei einem Thema gerät Anton Schäfer ein wenig aus der Fassung. „Wir sind Sportler, keine Spieler!“, betont er mit Nachdruck. Er scheint Kummer gewöhnt, was dieses Thema angeht und redet sich fast ein wenig in Rage: „Spieler – das hört sich immer so an wie Zocker. Und damit hat unser Sport nun echt überhaupt nichts zu tun.“ Und die Dart-Automaten haben auch gar nichts mit Glücksspielgeräten zu tun. „Das würde ja auch wohl niemand bei automatischen Kegelbahnen behaupten“, setzt er noch eins drauf.

Markenzeichen

Entspannte Ruhe ist das Markenzeichen der Sportfreunde im Saal des Dorfkruges. Leichte Kritik regt sich nur wegen des Blitzlichtes der Kamera. Aber auch das geht vorüber. Wer nicht gerade vorn an den Scheiben wirft, sitzt an einem der Tische bei einem Teller Pommes. Heike Ebbert ist schon wieder auf dem Weg, Nachschub aus der Küche zu holen. Vorne im Schankraum sitzen „Ubby“ aus Südlohn und „KML“ aus Borken konzentriert an einem Tisch und präparieren ihre Sportgeräte. Mehr von sich als ihre „Kampfnamen“ geben sie nicht preis, aber sie haben immerhin die Muße, die Besonderheiten zu erklären. „Aus vier Teilen bestehen die Dartpfeile“, sagt KML, „das sind Spitze, Barrel, Schaft und Flights.“ „Und alles muss sehr gut aufeinander abgestimmt sein“, verrät Ubby.

Abstimmung

Sind die Flights, also die vier Flügel hinten am Pfeil, beispielsweise lang und schmal, fliegt der Pfeil schneller und stabiler. Und dann sollte der Schaft entsprechend kürzer sein. Darten, das lehrt dieser Besuch im Dorfkrug, ist in der Tat weit davon entfernt, ein Glücksspiel zu sein. Es ist ein Gesellschaftssport, der durchaus mit fast wissenschaftlicher Tüftelei einhergehen kann.

Wettbewerbe gab es in drei Kategorien. Die Sieger gaben auch nur ihre „Wettbewerbs-Namen“ an. Allein die Frauen traten mit ihren richtigen Namen an und belegten beim Wettbewerb „301 MO“ wie folgt die Plätze: 1. Conny Wanders, 2. Heike Ebbert und 3. Sandra Kloster.

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