Abriss für neue Eigentumswohnungen an der Eschstraße hat begonnen

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Lange hatten sich der Baustart für 18 Eigentumswohnungen an der Eschstraße 9 und 11 hingezogen. Seit Dienstag rotiert der Abrissbagger. Trotz der Corona-Krise ist der Investor optimistisch.

Südlohn

, 09.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange hatte an den Häusern Eschstraße 9 und 11 nur ein großer Bauzaun mit der Werbung einer Bausparkasse darauf hingewiesen, dass die beiden Häuser Platz für fünf Neubauten machen sollen. Dann ging es ganz schnell. Seit Dienstag legt der Abrissbagger die Hausnummer 11 in Schutt und Asche.

Ein 18-Meter-Bagger hat am Dienstag damit begonnen, das erste Haus an der Eschstraße abzubrechen. Das zweite Gebäude soll erst zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden.

Ein 18-Meter-Bagger hat am Dienstag damit begonnen, das erste Haus an der Eschstraße abzubrechen. Das zweite Gebäude soll erst zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden. © Stephan Teine

Christoph Bennemann sieht bei einem Besuch auf der Baustelle Mitte der Woche zufrieden aus. Er ist einer von zwei Investoren, die das Wohnprojekt aus insgesamt fünf Gebäuden dort hochziehen. Zusammen mit Wolfgang Wielens aus Alstätte baut er insgesamt 18 Eigentumswohnungen.

Zügige Bauarbeiten folgen auf langen Planungsprozess

„Der Planungsprozess war ja elendig lang, jetzt sieht man endlich, dass es vorwärts geht“, sagt er und blickt auf den großen Schutthaufen, der von der Hälfte des ersten Hauses nur noch übrig geblieben ist. Tatsächlich hatte es einiges Hin und Her zwischen den politischen Gremien und etliche Gespräche mit den Nachbarn gegeben. „Doch das ist jetzt abgehakt“, sagt Christoph Bennemann.

Zuletzt drohte das Coronavirus den Abriss und den Neubau weiter zu verzögern. „Ich bin total froh, dass die Handwerker trotz allem arbeiten“, sagt er. Dennoch bleibt er vorsichtig, wenn es darum geht, einen weiteren Zeitplan abzustecken. „In einem Jahr soll es fertig sein“, erklärt er. „Aber wer weiß schon, was noch passiert“, fügt er dann etwas leiser hinzu.

Markt für Eigentumswohnungen ist noch da

Wieder ein Bauprojekt mit Eigentumswohnungen in gehobenem Standard. Ist der Markt dafür in Südlohn noch da? Wären kleine, bezahlbare Mietwohnungen an dieser Stelle nicht besser gewesen? So, wie sie von Teilen der Politik gefordert werden? „Wir haben schon einige Mietwohnungen realisiert, und haben uns hier bewusst für Eigentumswohnungen entschieden“, sagt Christoph Bennemann.

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Nicht jeder könne oder wolle sich ein eigenes Haus leisten. Da sei eine Eigentumswohnung eine Alternative, die im Moment gut angenommen werde. Aber natürlich sei der Markt in Südlohn ein anderer als in einer Stadt wie Ahaus, Bocholt oder Borken.

Eine Animation aus der Vogelperspektive: So soll es aussehen an der Eschstraße, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Eine Animation aus der Vogelperspektive: So soll es aussehen an der Eschstraße, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. © Pläne: Wielens/Bennemann

Dennoch: Das Interesse sei groß. Eine ganze Reihe von Interessenten hätten sich schon für die einzelnen Wohnungen gemeldet. Einige seien – vor allem wegen der Corona-Krise – auch erstmal wieder abgesprungen. Dennoch glaubt er mit Eigentumswohnungen auf das richtige Pferd zu setzen.

Natürlich müsse sich auch die Immobilienbranche an die Corona-Schutzverordnungen anpassen. Für ihn sei das allerdings eher ein kleiner Schritt gewesen, sagt Christoph Bennemann.

Online-Wohnungsbesichtigung statt Termin vor Ort

„Ich bin ohnehin sehr digital unterwegs, arbeite aus dem Home Office und viel mit Telefon- oder Videokonferenzen“, sagt er. Dennoch habe die Coronakrise auch ihm noch einmal einen Schubs in diese Richtung gegeben: Er baut gerade eine Plattform in seine Internetseite ein, um potentiellen Kunden einen virtuellen Rundgang durch ihre zukünftige Wohnung zu bieten. „Ohne Registrierung oder ohne Daten abzufragen“, sagt er. Das sei für viele Interessenten schon ein Grund, sich die Internetseite nicht näher anzusehen. Die Grafiken basieren auf 3D-Zeichnungen der Wohnungen, durch die man sich dann Raum für Raum klicken kann.

Christoph Bennemann freut sich, dass trotz der Coronakrise die Arbeiten am Wohnprojekt an der Eschstraße gut voran gehen. Die insgesamt vier Gebäude sollen 2021 fertiggestellt werden.

Neubau und Abriss der einzelnen Gebäude geschehen an der Eschstraße gerade gleichzeitig. Der erste Bungalow im hinteren Bereich des Grundstücks ist im Rohbau schon fertig. Beim zweiten wurde das Fundament gelegt. Die beiden vorderen Mehrparteien-Häuser folgen. © Stephan Teine

Für den weiteren Ablauf auf der Baustelle gibt es ein klares Konzept. Zunächst soll nun der Abriss der Hausnummer 11 abgeschlossen werden. Dann beginnt dort der Neubau. Erst kurz bevor auch der Neubau auf der linken Seite des Grundstücks beginnt, soll die Hausnummer 9, die frühere Kneipe „Rasper“ abgerissen werden. „Wir arbeiten uns praktisch gegen den Uhrzeigersinn durch die Baustelle“, erklärt er.

Der aktuelle Abriss soll in der zweiten Maiwoche abgeschlossen sein.

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