Berthold Gröting spendet 735 Euro

Stadtführungen in Südlohn

Der Südlohner Berthold Gröting zeigt den Einwohnern seines Heimatdorfs bei Führungen unbekannte Seiten und sammelt am Ende Spenden für den guten Zweck.

Südlohn

, 11.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Berthold Gröting spendet 735 Euro

Bei der Spendenübergabe (hinten, v. l.) Stefanie Zaulig (Oase), Diana Niestegge (Förderverein Vitus-Schule) Berthold Gröting und Rainer Hebing (St. Niklas). © Georg Beining

„Eigentlich müsste ich die Südlohner jetzt langsam durch haben.“ Berthold Gröting zog diese Bilanz der vergangenen Jahre. Er war am vergangenen Donnerstagnachmittag ins Jugendheim Oase gekommen – Geldspenden verteilen.

Gröting gehört zweifellos zu den profundesten Kennern der Gemeindegeschichte. Daher war es nur ein logischer Schritt, im Jahr 2014 damit zu beginnen, Führungen durch die Gemeinde anzubieten. Sein ihm eigener Humor hat sicher seinen Anteil, dass daraus solch eine Erfolgsgeschichte geworden ist.

30 Touren in diesem Jahr

„Dieses Jahr war ich 30 Mal los“, bilanzierte der Dorfführer, „Das war schon ganz ordentlich.“ Also ist er mindestens alle 14 Tage mit einer Gruppe im Dorf unterwegs gewesen. „Zehn bis 15 Leute hab ich meistens dabei“, berichtete Gröting und überließ das Weiterrechnen anderen.

Das heißt also: Zwischen 300 bis 450 Menschen haben in diesem Jahr Südlohns Geheimnisse und verborgene Schätze gesehen und erfahren. Rechnet man das nun auf die vergangenen fünf Jahre hoch, dann könnten das insgesamt um die 1500 Teilnehmer gewesen sein.

Und von Beginn an hat Berthold Gröting seine Spendendose dabei gehabt und die Leute am Ende ihrer Touren gebeten, nicht zu knauserig zu sein. Diese Spenden hat er jedes Mal weitergereicht, und nun konnten sich gleich drei Institutionen freuen: Nicht ohne Grund war die Oase als Schauplatz der Übergabe gewählt worden. Stefanie Zaulig, die Leiterin der Jugendeinrichtung, nahm ihren Anteil, 245 Euro – ein Drittel der Gesamtsumme von 735 Euro – für die Jugendlichen entgegen. „Die werden natürlich in die Entscheidung mit eingebunden, was mit dem Geld passiert“, versicherte sie.

Mehr Rollfietsen

Anteil Nummer zwei ging an den Förderverein der Vitus-Grundschule. Für den war Diana Niestegge gekommen. „Wir haben derzeit viele verschiedene Projekte, die eine Finanzspritze gebrauchen können“, sagte sie, „Zum Beispiel unser Dojo-Projekt.“ Dabei geht es um die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Selbstbehauptung der Kinder. „Wir werden unsere Rollfietsen aufstocken“, berichtete Rainer Hebing. Er nahm das letzte Drittel für das Pflege- und Seniorenheim St. Niklas entgegen. Und Berthold Gröting? Der macht natürlich weiter mit seinen Führungen. So schnell werden ihm die Geschichten und Geschichtchen über Südlohn schon nicht ausgehen.

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