Bis zu 40 neue Wohnungen und Häuser sollen am Schlingeufer gebaut werden

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Die Politik scheint überzeugt, der Bürgermeister geht in Verhandlungen: Ein Investor möchte den Acker am Schlingeufer bebauen. Geplant sind neue Häuser und Wohnungen.

Südlohn

, 16.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Norden der frisch angelegten Schützenwiese am Schlingeufer soll bald eine neue Wohnanlage entstehen. Bis zu 40 Wohneinheiten seien dort möglich, erklärt Bürgermeister Christian Vedder auf Anfrage unserer Redaktion.

Zu Beginn der Ratssitzung am Mittwochabend hatte ein privater Investor die ersten Pläne dem Rat vorgestellt – nicht-öffentlich. „Wohnen an der Schlinge“ ist das Projekt betitelt. Auch am Tag nach der Vorstellung in der Ratssitzung hält sich Christian Vedder mit Details noch zurück.

Verhandlungsrahmen wird abgesteckt

„Wir sind gerade erst dabei, den Verhandlungsrahmen abzustecken“, sagt er. Dem Investor sei aber wichtig gewesen, die Politik von Anfang an in die Planungen einzubeziehen.

Nur soviel: Das neue Wohnquartier soll unter anderem aus Reihenhäusern bestehen. „Insgesamt etwas günstigerer Wohnraum, aber immer noch mit einem guten Standard“, wie der Bürgermeister erklärt. Näheres möchte er aktuell noch nicht sagen. Das sei auch alles noch im Fluss. Laut Vorlage der Verwaltung geht es dort außerdem auch um Mehrfamilienhäuser, eine Tiefgarage sowie die entsprechenden Nebenanlagen. Das neue Wohnquartier soll über eine Verlängerung der Pfarrer-Becker-Straße erschlossen werden.

Die gesamte Fläche, die so überplant wird, umfasst rund 1,6 Hektar. Sie reicht vom St.-Ida-Kindergarten im Osten bis zum Friedhof im Westen und bis zum Beginn des Überschwemmungsgebietes im Süden.

Die Politiker im Rat der Gemeinde jedenfalls hätten die bisherigen Planungen in der Sitzung am Mittwoch wohlwollend aufgenommen und begleitet. So erklärt es der Bürgermeister im Gespräch.

Zwei deutliche Beschlüsse für das Projekt

Und so fielen dann später – im öffentlichen Teil der Sitzung – zwei Entscheidungen für das Projekt auch denkbar eindeutig: Der alte Bebauungsplan für die dortige Fläche wurde aufgehoben. Ein Aufstellungsbeschluss für einen neuen Plan wurde gefasst. Beides einstimmig und ohne weitere Diskussionen.

„Wir sind damit auf ‚go‘“, sagt Christian Vedder. Die weiteren Planungen und Abstimmungen könnten nun vorangetrieben werden. Dabei gehe es im Moment noch um ganz Grundsätzliches: etwa den Grundstückspreis oder den Verlauf der Wege und Straßen. „Wir können das Projekt nun wirtschaftlich und juristisch klarziehen“, sagt er. Auch das brauche aber wieder einige Zeit.

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Er rechnet damit, dass die Politik noch vor den Sommerferien erneut über das Projekt beraten wird. Dann wahrscheinlich noch weiterhin nicht-öffentlich. Im Juni werde er aller Voraussicht nach dem Rat berichten. Nach den Sommerferien könne es dann konkreter werden. Dann sollen auch die Pläne öffentlich gemacht werden.

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