Breitbandausbau: Die „weißen Flecken“ sollen mit Hilfe von Fördermitteln beseitigt werden

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Gute Aussichten für Haushalte im Südlohner Außenbereich ohne schnellen Internetanschluss: 2,25 Millionen Euro von Bund und Land sind in Aussicht gestellt, um Abhilfe zu schaffen. Aber wann?

Südlohn

, 03.03.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in den Bauerschaften von Südlohn und Oeding wohnt und mit langsamen Internet vorlieb nehmen muss, darf jetzt berechtigte Hoffnungen auf einen Anschluss an das schnelle Datennetz haben: Bund und Land haben Fördermittel bewilligt, damit die Haushalte kostengünstig ans schnelle Netz angeschlossen werden können.

„Weiße Flecken“ im Außenbereich in Angriff nehmen

Im Juni 2019 hatte der Gemeinderat beschlossen, bei Bund und Land nach Fördermitteln zu fragen – und selbst als Gemeinde eine Viertelmillion Euro beizusteuern für ein Projekt, das „weiße Flecken“ im Außenbereich in Angriff nehmen soll. 126 Haushalte im Außenbereich, so hatte die Gemeinde im Vorfeld herausgefunden, könnten von diesem Projekt profitieren. Insgesamt wurden bei der Ist-Analyse 2766 Adressen abgeklopft.

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Ein halbes Jahr später kann der Bürgermeister auf Anfrage mitteilen, dass der Bund aus seinem Förderprogramm 1,25 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt hat und das Land nochmal eine Millionen Euro. Fließen werden die Mittel natürlich erst, wenn alles konkret wird. Und dem voran steht eine erfolgreiche Ausschreibung, bei der sich auch ein Tiefbauunternehmen findet, das letztlich die Kabel verlegt.

Gespanntes Warten auf Angebote von Tiefbauunternehmen

Die Ausschreibungsunterlagen habe ein Team um Werner Stoedtke zusammen mit dem Beratungsbüro Micus fertiggestellt und werden nun in ein Vergabeportal eingestellt, dann kann das gespannte Warten auf Angebote beginnen. „Auch für die Arbeit des Beratungsbüros bekommen wir Fördermittel“, ergänzte Christian Vedder im Gespräch mit der Redaktion.

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„Glasfaser bis ins Haus“, hatte Hauke Hachmeister vom Büro Micus im Juni dem Rat als die „zukunftssichere Erschließung“ vorgestellt. Für das Projekt sei ein 33,5 Kilometer langes Verteilnetz nötig, dazu kommen etwa 2,6 Kilometer Hausanschlüsse. Kostenpunkt: 70.000 Euro je Kilometer – so kommen die Baukosten von insgesamt rund 2,58 Millionen Euro zustande, die Bund, Land und Gemeinde gemeinsam stemmen wollen.

Anschlusskosten trägt durch die Förderung die Allgemeinheit

Will denn jeder der 126 Haushalte überhaupt schnelles Netz? „Es wird niemand gezwungen“, sagt der Bürgermeister dazu. Geschätzt werden die Privathaushalte monatlich 40 Euro fürs schnelle Netz zahlen, gewerbliche 150 Euro. Was die 126 Haushalte freuen dürfte: Die Anschlusskosten trägt durch die Förderung die Allgemeinheit.

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