Chorgemeinschaft reist durch die Jahrhunderte

Kirchliches Konzert

Beim Adventskonzert der Chorgemeinschaft St. Vitus erklangen Stücke von der Spätrenaissance bis zur Gegenwart. Dem Publikum gefiel es.

Südlohn

, 04.12.2018, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Chorgemeinschaft reist durch die Jahrhunderte

Chorleiterin Seong-Hwa Kim und die Chorgemeinschaft hatten eine musikalische Zeitreise zusammengestellt, die von der Spätrenaissance bis zur Gegenwart reichte. © Georg Beining

Solch ein Konzert wie heute Abend will uns dabei helfen, uns auf Weihnachten vorzubereiten, uns zu öffnen für die Zeit, die nun vor uns liegt.“ Die Chorgemeinschaft St. Vitus hatte wieder einmal zum Adventskonzert in die Vitus-Kirche eingeladen und Pfarrer Stefan Scho begrüßte am frühen Sonntagabend mit diesen Worten die vielen Besucher, die gekommen waren.

„Jeder sehnt sich nach Besinnlichkeit und Frieden bei all der Hektik und Geschäftigkeit“, schloss sich Marlene Hamann, die Sprecherin des Chors, den Worten des Geistlichen an, „Wir freuen uns, dass Sie sich Zeit nehmen.“

Und das Programm dieses etwa einstündigen Konzerts war in der Tat dazu ausgesucht und geeignet, innezuhalten und einfach mal Ruhe zu finden. Seong-Hwa Kim, die Chorleiterin, hatte mit ihren Schützlingen eine musikalische Zeitreise zusammengestellt, die von der Spätrenaissance bis zur Gegenwart reichte. Vier Solisten waren maßgeblich an diesem Ausflug durch die Jahrhunderte beteiligt: die Sopranistin Stefanie Bußkönning (Borken), der Tenor Wilfried Stening (Ochtrup) sowie die beiden Söhne der Chorleiterin, Artur (Horn) und Carlos (Violine). Insbesondere den beiden Nachwuchsinstrumentalisten spendeten die Besucher in Laufe des Abends immer wieder herzlichen Applaus.

Klassiker „Ave Maria“

Bekanntes und weniger geläufiges bekamen die Zuhörer geboten: Das „Ave Maria“ von Charles Gounod gilt sicher als Klassiker, während die Werke von Komponisten wie Albert Hay Malotte oder Giulio Caccini eher seltener zu hören sind.

Die Chorgemeinschaft St. Vitus ist eines der Aushängeschilder der an musikalischer Qualität nicht eben armen Gemeinde. Und für sein Können spricht auch, dass der Chor nach dem schon sehr gelungenen Beginn mit Antonio Vivaldis „Gloria“ noch in der Lage ist, sich im Laufe des Konzerts weiter zu steigern. Da singt er etwa das Lied aus dem Beginn des 17 Jahrhunderts: „Es kommt ein Schiff geladen“. Sicher einer der Höhepunkte des Abends – bei aller vermeintlichen Schlichtheit dieser alten Weise. Das Publikum möge mitsingen – so die Aufforderung im Programmheft. Aber offenbar wollten die allermeisten Menschen verständlicherweise lieber ihrem Chor zuhören. Seong-Hwa Kim heißt die Frau hinter dieser Erfolgsgeschichte. Marlene Hamann brachte es am Ende des Konzerts auf den Punkt: „Wir sind sehr glücklich, dass wir dich haben!“

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