Altes Geschäfts- und Wohnhaus an der Bahnhofstraße Südlohn weicht neuem Mehrfamilienhaus

hzBaustelle in Südlohn

Jahrzehnte war die Volksbank in dem Gebäude untergebracht, dann Mode Hollad, dann der Juwelier Dönnebrink. Nun steht das Haus an der Bahnhofstraße in Südlohn leer. Dort entsteht etwas Neues.

Südlohn

, 06.11.2019, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Änderung im Südlohner Ortsbild kündigt sich an: Das alte Geschäfts- und Wohnhaus an der Bahnhofstraße 12 wird bald abgerissen. Christoph Hollad vom gleichnamigen Modehaus auf der gegenüberliegenden Seite an der Bahnhofstraße bestätigte im Gespräch mit der Münsterland Zeitung, dass bald schon die Bauarbeiter anrücken.

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„Das Gebäude ist jetzt schon gut 30 Jahre im Besitz der Familie. Ein viertes Mal zu renovieren, das lohnt sich einfach nicht“, sagte Christoph Hollad. Das Haus sei in den 1920er-, 1930er-Jahren gebaut worden und sei einige Male umgenutzt und umgebaut worden. Aber nun: Die Substanz ist einfach alt, der Keller feucht, „energetisch ist es eine Katastrophe“, fasst der Eigentümer zusammen.

Geschäfts- und Wohnhaus war lange Sitz der Volksbank

In den 1970er-Jahren war das Gebäude noch erweitert worden, die Volksbank war seinerzeit Nutzer. „In den 1980er-Jahren haben meine Eltern das Haus erworben“, blickt der Südlohner Geschäftsmann zurück. Viele Südlohner und Kunden aus der Umgebung werden sich erinnern: Dort bot Hollad Festmode und Brautmode an. So manche Braut oder Schützenkönigin aus Südlohn und Umgebung haben an der Bahnhofstraße 12 noch bis in das Jahr 2010 hinein ihr passendes Outfit fürs große Fest erhalten.

Danach zog der Juwelier Dönnebrink ein, im Sommer schloss dieser, wie berichtet, sein Geschäft. „Wir haben keine weitere Verwendung als Geschäftshaus gesehen“, blickt Christoph Hollad auf die Entscheidung zurück, das Haus abzureißen. An der Stelle soll dann ein reines Wohnhaus gebaut werden. 30 Meter lang soll es werden und zwei Meter weiter nach vorn an die Bahnhofstraße rücken, verrät der künftige Bauherr.

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Dreigeschossig soll das Haus werden und Platz für neun Wohneinheiten in zentralster Lage von Südlohn bieten. Läuft alles nach Plan, könnten im März oder April 2020 die Arbeiten für den Neubau beginnen. Aber vorher kommt der Abrissbagger. Ab dem 18. November wird entkernt, Anfang/Mitte Dezember abgebrochen und am 20. Dezember sollen die Arbeiten erledigt sein.

Der „Leobogen“ wird für die Bauarbeiten gesperrt

Für den Zeitraum der Abbrucharbeiten, also vom 18. November bis zum 20. Dezember, wird der „Leobogen“ gesperrt. „Das ist mit den Anwohnern und der Vitusschule schon abgesprochen“, sagt Christoph Hollad.

Die kleine Verbindungsstraße, eine Sackgasse, verbindet für Fußgänger und Radfahrer die Bahnhofstraße mit dem Südwall, an dem die Vitusschule liegt.

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