Ein klares Ja oder Nein wäre ein wichtiges Signal

hzKommentar

Zur politischen Diskussion um das Kulturbürgerhaus lesen Sie hier den Kommentar

Südlohn

, 09.05.2019, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ich kann Hermann-Josef Frieling ja verstehen – ein Stück weit. Geschätzt vier Millionen Euro für ein Kulturbürgerhaus sind ein riesiger Batzen Geld. Würde der allein auf dem kleinen Haushalt der Gemeinde Südlohn hängen bleiben – die Politiker, die dem zugestimmt hätten, dürften sich wohl vorerst im Ort nicht mehr blicken lassen. Dennoch geht es im Rat um zwei völlig unterschiedliche Projekte. Und deswegen dreht sich die Diskussion im Kreis.

Einmal ein – mittlerweile – relativ klar umrissenes Kulturbürgerhaus. Würde man dazu sagen „Ja, wollen wir“, könnte man weiterverhandeln: Gemeinde und Trägerverein könnten an Sponsoren, Vereine, Kirche, Bezirksregierung mit einem klaren Auftrag herantreten und Werbung für einen zugegebenermaßen sehr großen Südlohner Leuchtturm machen. Grundstücksverhandlungen könnten genauso aufgenommen werden wie Überlegungen, wodurch denn das Ganze genau finanziert werden soll. Würde man dazu sagen „Nein, können wir uns so nicht vorstellen“ wäre das auch in Ordnung. Das Projekt würde begraben und Ehrenamtliche wie Politiker könnten sich neuen Projekten zuwenden, die Aussicht auf Erfolg hätten. So, wie es aktuell läuft, geht es nicht vor und nicht zurück.

Das andere Projekt ist ein noch nicht näher bestimmter (An-/Um-)Bau an der ehemaligen Hauptschule. Für sich auch ein gutes Projekt, aber mit einer ganz anderen Stoßrichtung. Auch für dieses Projekt wäre ein klares Ja oder Nein zum Kulturbürgerhaus im Ortskern nur förderlich. So, wie die Projekte – und ihre jeweiligen Befürworter beziehungsweise Gegner – aktuell gegeneinanderstehen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie erfolgreich umgesetzt werden können.

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