Eltern zögern (zu) lange

Offene Ganztagsschule: Mehr verbindliche Anmeldungen sind notwendig

24.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Februar hatte die Gemeindeverwaltung eine «Bedarfsabfrage» bei den Eltern in beiden Ortsteilen durchgeführt. Das Ergebnis: 25 Eltern in Südlohn und 24 Eltern in Oeding konnten sich vorstellen, ihre Kinder für die «Offene Ganztagsschule» (OGS) - das heißt verlässliche Betreuung und sportliche oder kreative Angebote auch an den Nachmittagen - anzumelden. Nach den allgemeinen Erfahrungswerten, so die Gemeinde in einer Pressemitteilung, habe man davon ausgehen können, dass etwa zehn Eltern wieder «abspringen» und so etwa 13 bis 15 Kinder pro Ortsteil und «OGS»-Gruppe bleiben. Und diese Mindestzahl sei nötig, um mit dem Angebot überhaupt zu starten, betont die Gemeinde. Eine weitere Erfahrung an Schulen, an denen die OGS bereits angeboten werde, sei nämlich, dass im Laufe der Zeit die Resonanz auf das Angebot stetig steige. Denn auch für Südlohn und Oeding gilt die «magische Zahl» 25: Eine solche Gruppengröße ist zwingend, damit die Fördergelder vom Land fließen. Spätestens für das Schuljahr 2009/2010 hatte die Gemeinde damit gerechnet, dass pro Ortsteil 25 Kinder die «OGS» besuchen. Was die Situation für die Gemeinde derzeit besonders schwierig macht: Nur noch in diesem Jahr können Fördergelder beim Land beantragt werden. Wenn also die «OGS» zum 1. August 2007 nicht eingerichtet werden kann, dann könnte das zur Konsequenz haben, dass an beiden Schulen auch zukünftig nicht mehr mit der Einrichtung eines Ganztagsangebots zu rechnen ist, betonte Bürgermeister Georg Beckmann auf Anfrage - dafür fehlten der Gemeinde dann schlicht die Mittel. Die Zurückhaltung der Eltern könne daran liegen, dass viele Eltern vielleicht erst einmal den Anlauf der Maßnahme abwarten wollten, um sich dann im Laufe des Jahres für die OGS zu entscheiden. Diese Erfahrung habe man auch mit dem Angebot «8 bis 13 Uhr» gemacht. Das derzeitige Zögern aber könne zu einer Gefährdung des Gesamtprojektes «OGS» führen, macht die Gemeinde unmissverständlich klar. ewa

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