Erfolg braucht viele Hände

Südlohn/Stadtlohn Die Bank als Konzerthaus? Dieser für ein Kreditinstitut zunächst ungewöhnliche Vergleich drängte sich bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz der VR-Bank Westmünsterland auf.

11.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erfolg braucht viele Hände

<p>Zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr (v.l.): Thomas Menke, Georg Kremerskothen, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker und Manfred Ballensiefen. Herbers</p>

Für eine erfolgreiche Sinfonie brauche es ein Orchester. Ebenso habe auch die VR-Bank Westmünsterland mit Hilfe ihrer Mitarbeiter am Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen und erneut Werte für die Region schaffen können - darüber war sich Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker mit seinen Vorstandskollegen beim Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr einig. Statt Gewinnmaximierung um jeden Preis habe man noch bessere Beratung von Mensch zu Mensch in den Kreisen Borken und Coesfeld erzielt. Diese Strategie sei aufgegangen, was die vorgestellten Zahlen bestätigten.

Wirtschaft wächst

Nahezu gleich geblieben war der Bilanzgewinn mit rund 3,3 Millionen netto (2006: 3,2 Mio. Euro). Um 0,6 Prozent leicht gesunken ist die Bilanzsumme, die ein Volumen von 1,554 Milliarden Euro aufweist. Auch das Zinsergebnis ist gegenüber 2006 mit 1,3 Millionen Euro niedriger ausgefallen. Die Kundeneinlagen summieren sich auf 1 Milliarde Euro (2006: 1,14 Mrd. Euro). Das Kreditgeschäft der Genossenschaftsbank wuchs hingegen um 2 Prozent auf knapp 1,53 Milliarden Euro, das Kundengeschäftsvolumen erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 3,25 Milliarden Euro. Während sich die Neuausleihen bei Privatkunden um 10 Prozent auf 100 Millionen Euro steigerten, legten die Neuausleihen bei Firmenkunden sogar um 19 Prozent auf 220 Millionen Euro zu. Ein Grund dafür: "Die Wirtschaft der Kreise Coesfeld und Borken - vor allem der Maschinenbau - entwickelt sich sehr gut", erklärte Vorstandsmitglied Thomas Menke. Erfreut zeigte er sich über die bessere Stimmung in den landwirtschaftlichen Betrieben. Dort rechne er mit einer Gewin nsteigerung zwischen fünf und zehn Prozent, zeigte er sich zuversichtlich. Eine Verschiebung der Kundeninteressen zeichne sich bei Immobilien ab: Doppelhaushälften und Reihenhäuser sowie das gesamte Spektrum erneuerbarer Energien seien in den Fokus gerückt.

Ansatz bestätigt sich

Als Bestätigung des am Kundennutzen ausgerichteten Beratungsansatzes wertete Wolfgang Baecker, dass sich die VR-Bank gegenüber der Konkurrenz der Direktbanken behaupten konnte: "Wir erhalten mehr Geld von Direktbanken, als von unseren Kunden dorthin überwiesen wird." kh

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