Erster Spatenstich trotz der Wirtschaftskrise

Pfreund Wägesysteme baut neu

SÜDLOHN Die Sonne lacht zwischen den Schäfchenwolken hindurch vom Himmel, und am Boden röhrt der Bagger: Die Voraussetzungen für einen gelungenen ersten Spatenstich sind gegeben an diesem Dienstagmittag.

14.07.2009, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben Ludger Wissing, Geschäftsführer des Unternehmens Pfreundt Wägesysteme und Prokuristin Anja Schemmick haben auch Bürgermeister Georg Beckmann, Architekt Franz-Josef Hölker und die Bauunternehmer Wolfgang Hoffschlag und Heiner Temmink den Spaten in die Hand genommen. Direkt am Kreisverkehr Ramsdorfer Straße/Robert-Boschstraße wird gebaut. Auf dem neuen, 6500 Quadratmeter großen Grundstück fahren ab dieser Woche Bagger und LKW um den Boden aufzubereiten für den geplanten Neubau in der Robert-Bosch-Straße. Der Boden muss unter anderem aufgefüllt werden.

Das seit 30 Jahren bestehende Unternehmen hat seit 1986 seinen Sitz an der Ramsdorfer Straße. Das bestehende Firmengebäude wurde bereits mehrfach erweitert und modernisiert. Nunmehr ist eine weitere Vergrößerung des Gebäudes nicht mehr möglich und die Kapazitäten sind voll ausgeschöpft.

Fuhrpark erweitert

Daher ist der Neubau eines Bürogebäudes mit Lager- Werkstatt, Schulungs- und Seminarräumen geplant. Eine großzügige Fahrzeughalle ermöglicht den Einbau der Waagen in Maschinen und LKW mit entsprechender Eichung direkt bei Pfreundt. Anfang des Jahres wurde der Fuhrpark erweitert, so dass mit insgesamt vier Eich-LKW in ganz Deutschland die Eichungen vor Ort beim Kunden durchgeführt werden können.

"Wir setzen die Weichen für die Zukunft", betont der Geschäftsführer Ludger Wissing. "Eichungen der Waagen, die bisher nur vom Eichamt gemacht wurden, können wir jetzt unseren Kunden direkt und unbürokratisch aus einer Hand anbieten." Dies sei eines der neuen Tätigkeitsfelder, die das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken lasse, so der Geschäftsführer.

Das Team von 58 Mitarbeitern, von denen die Hälfte in Südlohn arbeiten und die anderen von dezentralen Stützpunkten in Deutschland, freuen sich mit Wissing über den Schritt in die Zukunft und hoffen, dass das Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 1950 Quadratmetern Ende 2010 - "aber möglichst früher" - bezogen werden kann. Interview mit Ludger Wissing, Geschäftsführer des Unternehmens Pfreund.Frage: Sie freuen sich darüber, dass es „endlich“ losgeht. Seit wann planen Sie denn schon? Wissing: Wir planen schon sehr lange zu bauen, bestimmt acht Jahre. Zwischenzeitlich konnten wir bei netten Nachbarn Räume anmieten. Frage: Gab es in Zeiten der Wirtschaftskrise die Überlegung, den Baustart nochmal zu vertagen? Wissing: Nein, das war alles von langer Hand geplant. Als wir im Herbst den Zeitpunkt festgelegt haben, wr die Krise in diesem Ausmaß nicht absehbar. Aber wir bauen jetzt und sind dann richtig gerüstet, wenn es wieder losgeht. Frage: Macht sich die Krise auch in Ihrer Branche bemerkbar? Wissing: Es macht sich vor allem im Export deutlich bemerkbar. Aber auch inner halb Deutschlands bemerken wir zögerliches Verhalten. fFrage: Aber Sie zögern nicht? Wissing: Mit dem Neubau geben wir doch auch unseren Kunden Arbeit…

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