Experten sollen jetzt Fragen klären

SüdlohN/VELEn Mit einer gemeinsamen Expertengruppe wollen die Gemeinde Velen, der Kreis Borken als Untere Wasserbehörde und der Wasser- und Bodenverband "Obere Schlinge" mit Sitz in Südlohn jetzt Lösungen für mögliche zukünftige Regenentwässerungsprobleme in Nordvelen suchen.

09.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Derartige Probleme, so befürchtet der Wasser- und Bodenverband, könnten sich aus der Ausweisung des Gewerbegebietes Hülsebrock und aus dem Neubau des gemeinsamen Bauhofes des Kreises Borken und der Stadt Gescher in unmittelbarer Nachbarschaft des Geländes der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland ergeben.

Die jetzt eingesetzte Expertenkommission ist das Ergebnis eines runden Tisches, zu dem die Beteiligten im Dezember zusammengekommen sind. Den Anstoß für die Aufnahme der Gespräche hatte ein Normenkontrollantrag des Wasser- und Bodenverbandes beim Oberverwaltungsgericht in Münster gegeben, mit dem sich der Verband gegen den Bebauungsplan "Hülsebrock/Neuer Kamp" wendet.

Probleme mit dem Regenabfluss - darüber sind sich Kreis, Gemeinde sowie Wasser- und Bodenverband einig - gibt es im Einzugsbereich der Verbandsgewässer bereits seit dem Bau der B 525.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Wasser- und Bodenverbandes, Hermann Schulze Herking, sind die Gewässer bereits heute überlastet. Insbesondere befürchtet er, dass die bestehende Dränage von durchschnittlich 80 Zentimetern bis einem Meter Tiefe einem möglicherweise ansteigenden Wasserniveau nicht mehr gewachsen wäre. Einem vom Verband in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge sei eine weitere Belastung der Gewässer im geplanten Ausmaß nicht möglich, so Schulze Herking. rpl

Lesen Sie jetzt