Farbschmierereien im Ort sind überschaubar, machen aber unnötig Arbeit

hzGraffiti in Südlohn

Mit Sprühdosen durch den Ort ziehen und sich mit Werken verewigen – das kommt auch in Südlohn und Oeding vor. Bauhof-Mitarbeiter müssen dann mit allerlei Mitteln die Schmierereien entfernen.

Südlohn

, 30.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch in Südlohn und Oeding gibt es die unbekannten selbst ernannten „Künstler“, die sich mit Farbe im Ortsbild verewigen. „Es ist so, als wenn da ab und zu eine Kolonne mit Spraydosen durch den Ort zieht. Das passiert immer mal wieder“, sagt Stefan Brüggemann, der Leiter des Gemeindebauhofs, auf Anfrage der Redaktion.

Dann werden zum Beispiel obszöne Motive auf die Wände von Bushaltestellen, auf Verteilerkästen, Verkehrsschilder oder Gebäudefassaden geschmiert, mal der Schriftzug des Lieblings-Bundesligafußballvereins „und manchmal ist es auch nur Krickel-Krackel. Ich erkenne da zumindest nichts draus“, sagt Stefan Brüggemann und muss schmunzeln. Die größten künstlerischen Fähigkeiten schreibt er persönlich den Südlohner und Oedinger „Graffiti-Künstlern“ nicht zu.

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In der vergangenen Woche mussten die Bauhof-Mitarbeiter aber auch eine Hakenkreuz-Schmiererei beseitigen. Es hatte einen Hinweis aus der Bevölkerung gegeben, dass der Mülleimer der Schlingehütte damit verunreinigt worden war. Verbotene Symbole würden aber zuletzt nicht häufiger in Südlohn und Oeding gesprüht, teilt Stefan Brüggemann seine Einschätzung mit. Überhaupt komme das vielleicht insgesamt ein- zweimal im Jahr vor.

Die Bushaltestelle "Am Vereinshaus" wird regelmäßig mit "Graffitis" versehen. Ob sie dadurch schöner wird, liegt sicher im Auge des Betrachters. Der Bauhof der Gemeinde ist regelmäßig unterwegs, um solche Schmierereien zu beseitigen.

Die Bushaltestelle "Am Vereinshaus" wird regelmäßig mit "Graffitis" versehen. Ob sie dadurch schöner wird, liegt sicher im Auge des Betrachters. Der Bauhof der Gemeinde ist regelmäßig unterwegs, um solche Schmierereien zu beseitigen. © Bernd Schlusemann

In einem solchen Fall werde der Bauhof schnell tätig, um das verbotene Symbol aus dem Ortsbild zu bekommen. So ging es in der vergangenen Woche einmal wieder für die Bauhof-Mitarbeiter durch den Ort, ausgerüstet mit Hochdruckreiniger und verschiedenen Mitteln. Das, was dem Bauhof von eigenen Beobachtungen bekannt war, oder auch Schmierereien, die der Gemeinde aus der Bevölkerung gemeldet worden waren, wurden entfernt.

Farbschmierereien überschaubar, aber unnötig

Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen: „Es kommt drauf an, welche Farbe benutzt wurde und auf welchem Untergrund sie ist, auf einem glatten oder auf einem poröser Untergrund wie etwa Klinker“ erklärt der Bauhofleiter. Auf glatten Flächen helfe schon mal eine einfache Lauge mit Spülmitteln in anderen Fällen müsse man „etwas aggressiver“ zu Werke gehen. Für beschichtete Verkehrsschilder gebe es ein spezielles Mittel.

Der Bauhof hat für diese Fälle einiges auf Lager. Im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeiter des Bauhofs mit der Beseitigung von Farbschmierereien insgesamt 12 Stunden zu tun gehabt, wie die Auswertung ergeben hatte. „Das ist überschaubar, aber unnötig“, bringt Stefan Brüggemann es auf den Punkt.

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„Im Regelfall wird Anzeige erstattet“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Werner Stödtke zum Umgang der Gemeinde mit den Farbschmierereien. Hinweise aus der Bevölkerung würden auch immer gerne entgegengenommen. Die Anzeigen bei der Polizei hätten aber bislang noch nichts gebracht. „Lässt sich ein Täter nicht ermitteln, trägt die Allgemeinheit leider die Kosten“, erklärt Werner Stödtke.

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