Frank Engbers (CDU) will mit seiner Nähe zur Wirtschaft punkten

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Auftritte auf großen Veranstaltungen fallen für CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers natürlich aus. Dafür setzt er auf viele Gespräche. Vor allem mit Unternehmen aus beiden Ortsteilen.

Südlohn

, 16.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den CDU-Bürgermeisterkandidaten Frank Engbers ist es an diesem Morgen im August fast so etwas wie ein kleines Heimspiel: Die Betriebsbesichtigung bei Bewital führte ihn zurück an den Ort seiner Ausbildung. Doch die ist schon eine Weile her: Vor knapp 25 Jahre lernte Frank Engbers dort. Seither ist viel passiert.

Bewital wächst seit Jahren kontinuierlich

Sowohl im Leben des Bürgermeisterkandidaten als auch bei Bewital. Frank Engbers ist inzwischen bei Teka in Velen Gebietsverkaufsleiter. Das Unternehmen Bewital wuchs von 120 auf mittlerweile 450 Mitarbeiter an. Pro Jahr werden in den verschiedenen Werken rund 30.000 Tonnen Heimtierfutter und noch einmal 30.000 Tonnen Zusatzstoffe für Tierfutter produziert. Das alles wird von einer Flotte von 85 Lastwagen ausgeliefert. Auch an den Gebäuden ist der Wandel zu erkennen: Die einzelnen Werke erstrecken sich inzwischen durch das komplette Gewerbegebiet an der Industrie- und Daimlerstraße. Gerade erst haben die Bauarbeiten für das neue Hochregallager begonnen.

Wahlkampf vor der Großbaustelle: CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers setzt auf viele Gespräche mit Unternehmen.

Wahlkampf vor der Großbaustelle: CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers setzt auf viele Gespräche mit Unternehmen. © Stephan Teine

„Wir haben jahrelang überlegt, wie wir es am besten machen“, sagt Christof Sicking, kaufmännischer Betriebsleiter von Bewital. Schließlich wolle sich das Unternehmen ja nicht überall im Gewerbegebiet ausbreiten. Ohne die zusätzliche Lagerfläche sei Bewital in Zukunft aber schlicht nicht mehr konkurrenzfähig. „Wir werden an den Lieferzeiten von Amazon gemessen. Die können wir aber nicht einhalten, wenn wir eine fertig gepackte Palette erst zigmal von links nach rechts fahren müssen“, sagt er. An dem neuen Hochregallager führte demnach also schlicht kein Weg vorbei. „Mit allen Nachbarn haben wir über die ganze Zeit aber ständig gesprochen“, sagt er.

Bürgermeisterkandidat beweist Nähe

Mit ihm stürzt sich Frank Engbers erst einmal in Fachsimpeleien über Kälbermilch und die Leistungsfähigkeit moderner Lüftungsanlagen. Deutlich zeigt er, dass er eben auch aus der Wirtschaft kommt und mit einem Beamten nichts gemein haben will. So würde er auch das Rathaus führen – falls er denn im September gewählt wird.

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Und damit rennt er zumindest bei Christof Sicking offene Türen ein: „In der Vergangenheit war es schade, dass oft zu wenig gesprochen wurde“, sagt er. Konkreter wird er nicht. Dennoch würde er sich von einem zukünftigen Bürgermeister und der Verwaltung insgesamt wünschen, dass sie nah an den Unternehmen in der Gemeinde dran sein sollen. „Die Unternehmen haben Bedürfnisse und die müssen abgedeckt werden“, fügt er hinzu. Was passiere, wenn das nicht geschehe, könne man ja in Stadtlohn beobachten: Dort würden die ersten alteingesessenen Unternehmen die Stadt verlassen, weil sie beispielsweise nicht erweitern können.

Gespräche sollen Konflikte und Spannungsfelder lösen

Der Flächenverbrauch ist genau so ein Beispiel, um das es den beiden Männern in ihrem Gespräch geht: „Die Unternehmen in unseren beiden Ortsteilen brauchen mehr Platz“, sagt Frank Engbers beim Gang durch die nächste Halle. Da entstehe natürlich ein Spannungsfeld. „Und das kann man nur durch Gespräche lösen“, sagt er. Da müsse der Dienstleister Gemeinde etwas bieten.

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Das nächste Thema sind die langwierigen Planungen öffentlicher Projekte. Beispiel Ortsumgehung Oeding oder die geplante Linksabbiegerspur auf der B70 für die Erweiterung des Gewerbegebietes. „Wenn ein Unternehmer so arbeiten müsste, er würde seinen Betrieb wahrscheinlich bald zumachen“, sagt Frank Engbers. Natürlich habe die Gemeindeverwaltung darauf nur einen begrenzten Einfluss, müsse aber dennoch über die Fortschritte klar und regelmäßig informieren.

Etliche Termine wie dieser stehen noch auf seinem Kalender. Manche ergeben sich auch recht spontan. „Wenn sich ein Landes- oder Bundesminister ankündigt, geschieht das meistens von heute auf morgen“, sagt er und lacht. Viel Arbeit, die er aber aktuell gerne leistet.

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