Gelbe Tonnen für Südlohn und Oeding werden Anfang 2020 geliefert

hzVerpackungsmüll

Die Tage des Gelben Sacks sind gezählt: Die dünnen Beutel werden Anfang des Jahres auch in Südlohn und Oeding durch Tonnen ersetzt. Die Gemeinde kündigt Kontrollen an.

Südlohn

, 20.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gelbe Tonne wird im neuen Jahr auch in der Gemeinde Südlohn eingeführt und löst damit die ungeliebten Gelben Säcke ab.

Wie die Gemeinde in einer Mitteilung erklärt, werden die neuen Tonnen vorraussichtlich im Februar und März durch die Firma Logermann geliefert und an die Haushalte verteilt. Sobald eine genauer Termin feststeht, will die Gemeinde das noch einmal separat bekannt geben. Die Abfuhr erfolgt zukünftig im Vier-Wochen-Rhythmus. Für die Übergangsphase werden aber auch die Gelben Säcke noch abgeholt.

Nur Leichtverpackungen gehören in die Gelbe Tonne

In der Mitteilung weist die Gemeinde ganz deutlich daraufhin, dass ausschließlich Leichtverpackungen in der Gelben Tonne entsorgt werden dürfen. Das erklärt auch die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) nachdrücklich.

Gelbe Tonnen für Südlohn und Oeding werden Anfang 2020 geliefert

Über die Gelben Säcke hatten sich immer wieder Anwohner beschwert. Die dünnen Kunstoffsäcke waren immer wieder kaputtgegangen oder auch durch Tiere zerrissen worden. © Stephan Teine

In die Gelbe Tonne gehören demnach ausschließlich:

  • Gebrauchte, restentleerte Verpackungenaus Metall (z.B. Konservendosen) oder
  • Kunststoff (z.B. Joghurtbecher, Deckel bitte vorher entfernen),
  • Umverpackungen aus Plastik sowie
  • Verbundverpackungen (z.B. Tetrapacks, Getränkekartons).

Starkt verschmutzte Verpackungen sowie Kunststoffe, die keine Verpackung sind, gehören nicht in die Gelbe Tonne. Dazu zählen beispielsweise Plastikschüsseln, Spielzeug, Altglas oder Spray- und Lackdosen mit Schadstoffresten.

Wenn die Tonne nicht reicht, führt der Weg zum Wertstoffhof

Sollten die neuen Tonnen vom Volumen nicht ausreichen, können Einwohner ihren Verpackungsmüll auch an Wertstoffhöfen abgeben. Dann allerdings nur in durchsichtigen Müllbeuteln. Für die Gemeinde Südlohn wäre das bei der Firma Geuking Recycling, Robert-Bosch-Straße 83. Alle Informationen rund um das Thema Gelber Sack und Entsorgung fasst die EWG auf dieser Seite zusammen.

Für Verbraucher entstehen durch die neuen Tonnen erst einmal keine Kosten. Die Entsorgungskosten für Verpackungsmüll werden schon beim Einkauf verpackter Produkte mit bezahlt werden. Das gilt aber nur so lange, wie der Müll in der Gelben Tonne ordentlich sortiert ist.

Tonnenkontrollen können Abfallgebühren erhöhen

Denn, auch das formuliert die Gemeinde ganz deutlich: Sollte durch die Einführung der Gelben Tonne ein größerer Aufwand entstehen, wäre der bei der Berechnung der Abfallgebühren für 2021 zu berücksichtigen. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn ständige Tonnenkontrollen oder -umstellungen nötig werden.

Für die Umstellung von Sack auf Tonne hatte der Südlohner Rat schon im Sommer 2018 gestimmt. Die Umstellung war nach längeren Verhandlungen aber erst zum Jahreswechsel 2019/2020 möglich.

Abfallgebühren bewegen sich kaum, sinken aber leicht

Die neuen Abfallgebühren hatte der Rat in seiner Sitzung im November einstimmig und ohne Diskussion beschlossen. Dort ändert sich im Vergleich zum laufenden Jahr aber nur wenig. Einzig die Grundgebühr wurde spürbar verringert. Sie liegt jetzt nur noch bei 9,72 Euro, nicht mehr wie bisher bei 28,92 Euro. Die übrigen Positionen verändern sich nur um wenige Cent bis einige wenige Euro.

Gerechnet auf einen Vier-Personen-Haushalt ergeben sich für 2020 folgende Gebühren:

Grundgebühr: 9,72 Euro

90-l Restmüll 76,92 Euro

120-l Restmüll 102,60 Euro

240-l Restmüll 205,20 Euro

240-l Papier kostenfrei

120-l-Biotonne 44,04 Euro

240-l-Biotonne 84,96 Euro

Personal am Bauhof wird anders abgerechnet

Die Erlöse aus der Papierentsorgung fallen zwar wohl etwas niedriger aus, die Tonne kann vorerst aber weiter kostenfrei bleiben. Auch werden ab 2020 die Personalkostenanteile für den Bauhof entfallen. Sie werden anders abgerechnet. Dadurch konnte die Grundgebühr gesenkt werden. Auch die verringerte Deponiegebühr hatte das ermöglicht.

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